ecostra: Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg ist top

Freiburg im Breisgau verfügt laut ecostra-Report über die beste Geschäftsstraße Deutschlands. Foto: Pixabay / 3157171

Die zufriedensten Geschäftsinhaber einer innerstädtischen Haupteinkaufslage befinden sich in Freiburg im Breisgau. Die zwischen Martinstor und Europaplatz gelegene Kaiser-Joseph-Straße bildet dort den zentralen innerstädtischen Geschäftsbereich der südbadischen Großstadt, die offensichtlich nicht nur von der Sonne verwöhnt wird.

Auch aus Sicht der Filialbetriebe des Handels, der Gastronomie und der Dienstleistungen herrscht gutes Wetter, denn offensichtlich können dort besonders gute Erträge erwirtschaftet werden. So kann Freiburg nun von sich behaupten, die diesbezüglich derzeit beste Geschäftsstraße Deutschlands zu haben. Die Kaiser-Joseph-Straße hat somit bekannte und hochgehandelte Einkaufslagen, wie in München die Kaufingerstraße oder in Berlin den Kurfürstendamm, weit hinter sich gelassen.

 

Dies ist das Ergebnis des soeben erstmals von der Wiesbadener Wirtschaftsberatung ecostra gemeinsam mit dem BTE Handelsverband Textil und dem Kölner Start-Up hystreet.com durchgeführten Geschäftsstraßen Performance Report Deutschland (GSPRD). An der Untersuchung haben 55 Unternehmen teilgenommen, welche in den abgefragten 261 innerstädtischen Geschäftsstraßen Deutschlands insgesamt 1145 Ladengeschäfte betreiben.

Zwei Hafenstädte gut platziert

Mit einer Durchschnittsbewertung (nach Schulnoten) von 1,55 erreicht die Kaiser-Joseph-Straße ein Top-Ergebnis, das die Wertschätzung dieser Lage durch die dort verorteten Geschäfte illustriert. An zweiter Stelle folgt die Lange Straße in Greifswald (Ø 1,60) und an dritter Stelle die innerstädtische Haupteinkaufslage von Rostock (Ø 1,75), welche sich aus der Achse Kröpeliner Straße, Universitätsplatz und Breite Straße zusammensetzt. Damit konnten sich überraschenderweise zwei Küstenstädte in Mecklenburg-Vorpommern bei dieser Untersuchung mit auf dem Siegertreppchen platzieren.

Für Handel besonders vorteilhaft

„Dass Freiburg als Einkaufsstadt einen sehr guten Kundenzuspruch aus dem gesamten südbadischen Raum hat und auch Einkäufer aus Frankreich, der Schweiz wie internationale Touristen anzieht, ist hinreichend bekannt. Gleichwohl hätten wir die ‚Ka-Jo‘ nicht ganz so weit vorne erwartet“, kommentiert ecostra-Geschäftsführer Dr. Joachim Will dieses Ergebnis und führt weiter aus: „Aber dass Greifswald und Rostock ebenfalls Spitzenplätze belegen, ist die eigentliche Sensation. Offensichtlich ist das Verhältnis von Standortkosten und Umsätzen in diesen Städten für den Handel besonders vorteilhaft. Wahrscheinlich profitieren diese Lagen aber auch von dem stark anziehenden Ostsee-Tourismus der letzten Jahre.“

Schlusslicht Limbecker Straße in Essen

Die „rote Laterne“ der insgesamt 110 Geschäftsstraßen, die aufgrund einer ausreichenden Zahl an Bewertungen in das Ranking aufgenommen wurden, hält die Limbecker Straße in Essen mit einer Durchschnittsbewertung von 4,50. Will: „Offensichtlich ist hier die Unzufriedenheit besonders stark ausgeprägt. Essen war lange Zeit innerhalb des Ruhrgebiets sowie für wesentliche Teile von Nordrhein-Westfalen eine ‚der‘ Einkaufsstädte, hat jedoch in den letzten Jahren vor allem gegenüber Dortmund merklich an Anziehungskraft verloren. Die schlechte Bewertung der Limbecker Straße deutet an auf einen dringenden Handlungsbedarf hin, damit sich dieser Abwärtstrend nicht weiter fortsetzt.“