Messe sucht Lösungen in Kooperation mit dem IFH Köln

Kunden setzen im Geschäft vor allem auf bequemes Einkaufen, Service und Erlebnis. Der Retail BLVD zeigt, wie unterschiedliche Kundenbedürfnisse on- wie offline angesprochen werden können. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / 2dezign

Die Christmasworld setzt vom 24. bis 28. Januar 2020 mit ihrem Produktangebot auf den Erfolgsfaktor Erlebnis am Point of Sale. Doch wie kann der Kunde bereits vor seiner Kaufentscheidung angesprochen werden? Wie wird sein Interesse geweckt? Und welche unterschiedlichen Käufer-Typen gibt es?

Gemeinsam mit dem Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln fokussiert der Retail BLVD 2020 die Customer Journey und bildet in unterschiedlichen Häusern die Schritte bis zum Kaufimpuls und Kundenbindung ab.

Kunden erwarten vom stationären Handel ein breites Sortiment, digitale Präsenz, Wohlfühlatmosphäre und persönliche Beratungsleistungen – das unterstreicht die aktuelle Studie des IFH Köln „Strukturwandel im Handel: Die Sicht des Konsumenten“, die von der Messe Frankfurt in Auftrag gegeben wurde. Außerdem unterscheidet die Studie drei unterschiedliche Shopper-Typen, die infolge der Digitalisierung vor allem über mehr Convenience, Erlebnis und Service zu überzeugen sind

Retail BLVD neu aufgesetzt

 Wie der Handel diese Erfolgsfaktoren konkret umsetzen kann, zeigt der neu aufgesetzte Retail BLVD auf der Christmasworld in der Galleria 0. Das IFH Köln hat zahlreiche Experten und Dienstleister an Bord geholt, die entlang einer inszenierten Ladenstraße in den drei Häusern Social-Media-Playground, Convenience- und Experience-House darüber informieren, wie unterschiedliche Kundenbedürfnisse optimal bedient werden können.

„Im vorigen Jahr haben wir für fünf Handelsformen eine ansprechende Produktkombination aus saisonaler und floraler Deko am Point of Sale inszeniert. Jetzt bauen wir den Retail BLVD hinsichtlich der unterschiedlichen Phasen innerhalb der Customer Journey aus. 2020 fokussieren wir im ersten Schritt das Kundeninteresse und orientieren uns an den Bedürfnissen der erlebnis-, convenience- sowie serviceorientierten Käufertypen. Gemeinsam mit dem IFH Köln als Partner geht es uns um Lösungen für den stationären Handel, die einfach und schnell umsetzbar sind“, sagt Eva Olbrich, Leiterin Christmasworld, Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Einladung zu Interaktionen

In jedem Haus laden Experten des IFH Köln zur Interaktion ein – über Kurzvorträge, Erklärungen oder Live-Vorführungen, zum Beispiel zu saisonalen Schaufensterdekorationen, die schnell umgesetzt und variiert werden können. Zusätzlich gibt‘s dreimal täglich geführte Touren durch den Retail BLVD.

 

Ein zentraler Marktplatz namens Market square lädt zum Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie Networking ein. Auf einer Tafel können Kommentare gesammelt werden, die in den Kurzvorträgen aufgegriffen werden. Ein aktiver Austausch, Fragen und Feedback sind ausdrücklich erwünscht. Dort wird es auch zweimal täglich Kurzvorträge zu den unterschiedlichen Shopper-Typen geben, die die IFH-Studie identifiziert hat.

Drei Shopper-Typen als Basis

„Shopper lassen sich in Bezug auf ihre grundlegenden Einstellungen und Bedürfnisse in drei verschiedene Typen unterscheiden. Im Retail BLVD bilden wir die klassische Customer Journey von Bedürfnis bis Kundenbindung ab und möchten dadurch den Messebesuchern neue Impulse für ihre Kundenansprache geben“, kommentiert Boris Hedde, Geschäftsführer IFH Köln. Der erlebnisorientierte Shopper genießt das Einkaufen in stationären Geschäften und schätzt es, Produkte anfassen und testen zu können. Der convenienceorientierte Shopper empfindet das Einkaufen in stationären Geschäften als eher lästig und möchte so schnell wie möglich zum gewünschten Produkt kommen. Der serviceorientierte Shopper erwartet besondere Service- und Beratungsleistungen, die er vor allem im Fachhandel findet.

„Wir holen Partner auf die Messe, die mit ihrer Expertise überzeugende Produktkombinationen, Services und Beratungsleistungen im Einzelhandel ermöglichen, die jeden Shopper-Typen ansprechen. Wir wollen zeigen, wie das Einkaufen in Zukunft funktionieren kann und digitale Lösungen integriert werden können“, ergänzt Leiterin Olbrich.

Vom Produkt zum Kunden in drei Häusern

Im Social Media Playground House werden täglich in zehnminütigen Kurzvorträgen die Kanäle Facebook, Instagram, Pinterest, Snapchat und You Tube vorgestellt. Denn diese Kanäle werden von den Konsumentenimmer stärker als Informations- und Inspirationsquelle genutzt. Somit wird eine Social-Media-Präsenz für Händler immer wichtiger. Besucher erfahren, welche Kanäle sie für ihre Zielgruppe bespielen sollten und wie dies konkret aussehen kann. Außerdem geht es um die Fragen, wann sich Influencer-Marketing lohnt und wie eine mögliche Zusammenarbeit abläuft. Bildschirme visualisieren mögliche Stories, Posts und Influencer-Aktivitäten. Eine Experimentierfläche lädt zum Ausprobieren und Testen ein.

Info und Beratung

Im Experience- und Convenience-House stehen Information, Beratung und Service gleichermaßen im Fokus – allerdings aus unterschiedlichen Perspektiven: Im Experience-House werden die Besucher darauf sensibilisiert, dass der Kunde zukünftig ein besonderes Einkaufserlebnis erwartet, gerne inspiriert und überrascht werden möchte. Dabei spielen beispielsweise multisensorisches Marketing oder eine ausgefallene Ladengestaltung und Dekoration eine große Rolle. Zusätzlich geht‘s darum, wie digitale Services das Shopping-Erlebnis im Geschäft intensivieren und wie wichtig in diesem Zusammenhang gut ausgebildete Mitarbeiter auf der Verkaufsfläche sind. Besucher erhalten dazu konkrete Tipps.

Im Convenience-House muss die Kaufabwicklung schnell, einfach und bequem sein – das ist der begeisternde Faktor für den Konsumenten-Typ, der hier als Orientierung dient. Wie biete ich mehr Convenience und digitale Services in Kombination? Wie erleichterte ich für meine Kunden den Einkauf? Wie ermögliche ich Click & Collect, mobile Zahlungs-Apps zur Vermeidung der Warteschlange an der Kasse oder mehr personalisierte Angebote via Smartphone-Scan? Wie kann die digitale Sprachsteuerung Alexa im Ladengeschäft eingesetzt werden? Spezialisten des IFH Köln präsentieren den Besuchern digitale Lösungen zum Anfassen.