Arbeitgeber präsentieren Pläne für einheitliche Entgeltstruktur. Stillstand müsse überwunden werden, so der HDE.

Eine einheitliche Entgeltstruktur im Einzelhandel, das wünschen sich die Arbeitgeber. Foto: Markgraf-Ave / pixabay

Die Arbeitgeber des Einzelhandels haben der Gewerkschaft ver.di Tarifvertragsentwürfe für die Einführung einer neuen bundesweit einheitlichen Entgeltstruktur präsentiert. Die Entwürfe regeln die Eingruppierung der Mitarbeiter in Entgeltstufen und die Überführung vom alten in das neue System.

Die Entgelthöhe soll weiterhin regional differenziert werden. Hintergrund sind die laufenden Reformgespräche zwischen den Handelsverbänden und der Gewerkschaft ver.di über eine Tarifreform, die beide Seiten in Hinblick auf den Strukturwandel im Einzelhandel für dringend notwendig erachten.

 

Gesprächsangebot an ver.di

Mit den Vorschlägen unterbreitet die Arbeitgeberseite für die Fortsetzung der Verhandlungen mit ver.di ein erstes Gesprächsangebot. „Was uns Sorge bereitet, ist der schon lange Zeit andauernde Stillstand der Verhandlungen. Das können wir uns nicht mehr leisten, wenn wir ernsthaft an der Erhaltung des Flächentarifvertrages im Einzelhandel interessiert sind“, so Heribert Jöris, beim HDE zuständiger Geschäftsführer für Tarifpolitik.

 

Konstruktive Kritik sei willkommen. Nachdem bereits zwei Reformversuche gescheitert waren, hatten sich beide Tarifpartner in der letzten Tarifrunde darauf verständigt, einen neuen Anlauf mit der Zielsetzung bundeseinheitlich gleicher tariflicher Entgeltrahmenregelungen bei Beibehaltung eines regional differenzierten Entgeltniveaus zu schaffen. Eine erste Präsentation der Tarifvertragsentwürfe fand kürzlich in Hamburg statt. Es folgt ein Termin in Baden-Württemberg am 20. Dezember 2016.