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Die Zukunft des Görlitzer Stadtzentrums nimmt Gestalt an. Nach jahrelangem Stillstand hat die Landesdirektion Sachsen dem Sanierungsvorhaben für das historische Jugendstil-Kaufhaus zugestimmt – ein entscheidender Durchbruch für das Projekt von Unternehmer Winfried Stöcker, der seit mehr als einem Jahrzehnt die Wiederbelebung des Hauses vorantreibt. Mit der erteilten Genehmigung des Bauvorbescheids kann die Planung nun in das reguläre Verfahren übergehen.
Die Landesdirektion votierte dafür, den Abbruch und Neubau des Daches zuzulassen sowie die Umgestaltung der oberen Etagen für eine zukünftige gewerbliche Nutzung zu genehmigen. Vorgesehen ist unter anderem eine moderne Schutzdachkonstruktion über dem historischen Lichthof. Die Behörde begründet ihre Entscheidung damit, dass das öffentliche Interesse an der Wiederbelebung des Kaufhauses höher zu bewerten sei als denkmalpflegerische Bedenken. Zugleich wurde betont, wie wichtig eine enge Abstimmung mit den Denkmalschutzstellen der Stadt Görlitz sei, damit der charakteristische Jugendstil weitgehend erhalten bleibt.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Schritt zur Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels. Die Wiederöffnung des Kaufhauses könne ein bedeutender Impuls für die gesamte Innenstadt werden. Der positive Bescheid knüpft an einen früheren Meilenstein an: Stöckers Unternehmen hatte bereits das CityCenter Frauentor übernommen. Die beiden Immobilien sollen künftig zusammen einen zentralen Einkaufsstandort bilden, der sowohl Einwohner als auch Touristen anspricht. Durch diese Zusammenführung entsteht ein großflächiges Einkaufsumfeld mit spürbarer Anziehungskraft und einer deutlichen Belebung des umliegenden Bereichs.
Im Mittelpunkt der Planungen steht die direkte, komfortable Verbindung der beiden Gebäude. Ziel ist, einen ebenerdigen Übergang zu schaffen, über den Besucher vom CityCenter und den Parkplätzen aus unmittelbar und witterungsgeschützt ins Kaufhaus gelangen können. Das CityCenter soll durch die Aufwertung rund um das Kaufhaus zusätzlich profitieren; das Flair des Jugendstil-Gebäudes sich künftig auch dort widerspiegeln. Während im Kaufhaus ein hochwertiges, gehobenes Sortiment vorgesehen ist, sollen die bestehenden Geschäfte im CityCenter dieses Angebot durch alltagsorientierte Waren ergänzen. Kundinnen und Kunden sollen die Möglichkeit erhalten, verschiedene Bedürfnisse in einem zusammenhängenden Einkaufsensemble abzudecken.
Projektleiter Jürgen Friedel betonte bereits früher, dass der Erwerb des CityCenters entscheidende planerische Vorteile bringe. Beide Gebäude könnten architektonisch besser miteinander verbunden werden, und es entstünden zusätzliche hochwertige Verkaufsflächen. Auch in Bereichen wie Logistik, Technik und Organisation sollen künftig Synergien genutzt werden. Mit Centermanagerin Sandra Waschow stehe zudem eine erfahrene operative Leitung zur Verfügung. Das ehemalige Kaufhaus „Zum Strauß“, 1913 eröffnet und seit 2009 geschlossen, gilt als eines der schönsten Kaufhäuser Deutschlands. Nach langjähriger Unsicherheit deutet nun vieles darauf hin, dass das Gebäude revitalisiert wird. Zusammen mit dem CityCenter Frauentor könnte ein einzigartiges Einkaufsensemble entstehen, das Geschichte und moderne Nutzung verbindet und dem Görlitzer Zentrum neue Impulse verleiht.
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