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Mit über 100 Teilnehmenden aus ganz Baden-Württemberg ist der erste Innenstadttag Südwest im CongressCentrum Pforzheim auf große Resonanz gestoßen. Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Citymanagement und Politik kamen zusammen, um sich zu einer der zentralen Fragen der Stadtentwicklung auszutauschen: Wie gelingt die Transformation von Innenstädten unter realen Bedingungen. Die vom deutschen Beratungsbüro Stadt + Handel gemeinsam mit der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim organisierte Veranstaltung setzte bewusst auf ein praxisnahes Format. Unter dem Leitgedanken „Von Praktikern. Für Praktiker. Für den Südwesten.“ stand weniger die theoretische Einordnung als vielmehr der Austausch konkreter Erfahrungen im Fokus.
Bereits zu Beginn wurde eine These formuliert, die sich wie ein roter Faden durch den Tag zog: „Innenstädte scheitern nicht an fehlenden Ideen. Sie scheitern an fehlenden Entscheidungen.“
Die Diskussionen machten deutlich, dass in vielen Kommunen ein breites Wissen über notwendige Maßnahmen vorhanden ist – etwa in den Bereichen Nutzungsmix, Freiraumgestaltung oder Immobilienentwicklung. Gleichzeitig geraten Transformationsprozesse häufig ins Stocken, wenn klare Verantwortlichkeiten, Entscheidungsstrukturen und Prioritäten fehlen. Als zentrale Herausforderung wurde insbesondere die Vielzahl paralleler Einzelmaßnahmen ohne übergeordnete Wirkungslogik benannt – ebenso wie die fehlende Verbindlichkeit in Prozessen und die Schwierigkeit, unterschiedliche Akteursgruppen dauerhaft in die Umsetzung einzubinden.
Strukturiert wurde der fachliche Austausch entlang von vier zentralen Themenfeldern:
In interaktiven Praxisformaten wurden diese Themen anhand konkreter Beispiele aus dem Südwesten vertieft und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.
Ein wesentliches Merkmal des Innenstadttags war der gezielte Austausch über Disziplingrenzen hinweg. Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Akteursgruppen wurden bewusst gemeinsam in den Dialog gebracht. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen den Mehrwert dieses Ansatzes: Besonders hervorgehoben wurden die Offenheit der Diskussionen, die Praxisnähe der Beiträge sowie die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven direkt miteinander zu verbinden. Damit wurde deutlich, dass Innenstadtentwicklung zunehmend als gemeinsamer Prozess verstanden werden muss, der nur durch abgestimmtes Handeln verschiedener Disziplinen wirksam gestaltet werden kann.
Neben den übergeordneten Diskussionen bot die Veranstaltung auch konkrete Einblicke in die Entwicklung der Pforzheimer Innenstadt. In Vorträgen und einer abschließenden Exkursion wurden aktuelle Projekte und Transformationsansätze vor Ort sichtbar gemacht.
Dabei zeigte sich, wie vielfältig die Herausforderungen sind – von der Neunutzung großer Immobilien über neue Nutzungsformate bis hin zur Aufwertung öffentlicher Räume. Gleichzeitig wurde deutlich, dass in Pforzheim derzeit eine hohe Dynamik in der Innenstadtentwicklung erkennbar ist.
Der Innenstadttag Südwest hat deutlich gemacht:
Zugespitzt bedeutet dies: Der Unterschied liegt nicht im Wissen – sondern in der Entscheidung. Die große Resonanz sowie die intensive Beteiligung der Teilnehmenden zeigen, dass Formate wie der Innenstadttag Südwest einen wichtigen Beitrag leisten können, um Erfahrungen zu bündeln, Perspektiven zusammenzuführen und konkrete Impulse für die Praxis zu geben. Eine Fortsetzung des Formats erscheint vor diesem Hintergrund naheliegend.
Unterstützt wurde die Veranstaltung u. a. von zentralen Fachverbänden wie dem DVWE, dem DVAG und der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd).
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