Interview mit Domagoi Dolinsek, Geschäftsführer PlanRadar, und Peter Gollan von Intersport

Domagoi Dolinsek, Geschäftsführer bei PlanRadar. Foto: PlanRadar
Peter Gollan, verantwortlich für Store-Design & Construction bei Intersport. Foto: Intersport

Das Wiener Proptech-Unternehmen PlanRadar erfasst mit seiner Software Fehler und Mängel am Bau. Über den Browser oder per App können diese in Pläne aufgenommen und an die Verantwortlichen zugewiesen werden. Aber auch für die Bauplanung und sogar das Marketing eignet sich das Programm, das Abnehmer in über 41 Ländern hat und auch von zahlreichen Unternehmen aus der Handelsimmobilienbranche genutzt wird. HI-HEUTE-Chefredakteur Thorsten Müller sprach mit Domagoj Dolinsek, einem der geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens und mit Peter Gollan von Intersport, der dort für Store-Design & Construction verantwortlich ist und seit einiger Zeit die Dienste von PlanRadar mit Begeisterung nutzt.

 

HI HEUTE: Herr Dolinsek, was macht PlanRadar so besonders und inzwischen auch so erfolgreich?

Domagoj Dolinsek: Es bietet mit seiner webbasierten Lösung die Möglichkeit zur digitalen Baudokumentation sowie zum Mängel- und Aufgabenmanagement im gesamten Lebenszyklus von Bau- und Immobilienprojekten. Dies geschieht mittels Smartphone oder Tablet vor Ort, aber auch offline. Die digitalisierte Erfassung und Dokumentation ist sowohl kosten- als auch zeiteffizient. Zudem bietet unsere Software Vorteile im Hinblick auf lückenlose Dokumentation und Konsistenz von Kommunikationsflüssen.

HI HEUTE: Wen alles haben Sie schon davon überzeugen können?

Domagoj Dolinsek: Das sind inzwischen weltweit schon über 3500 Unternehmen, neben Europa sind wir unter anderem auch in Australien, Kanada, Mexiko, Südafrika und Singapur vertreten. Zu unseren Kunden gehören auch viele große Player des internationalen Immobilienmarktes.

HI HEUTE: Das klingt eindrucksvoll. Natürlich haben Sie auch in Deutschland einige namhafte Unternehmen für sich gewinnen können, auch im Bereich Handelsimmobilien. Corpus Sireo, Art-Invest, Deichmann oder Intersport kamen allein in 2018 dazu. Herr Gollan, was führte Ihr Unternehmen Intersport zu PlanRadar?

Peter Gollan: Uns haben vor allem zwei Dinge überzeugt: Erstens ein Tool gefunden zu haben, das uns im Gegensatz zu anderer Software im Markt die gewünschte Transparenz hinsichtlich der gesamten Aktivitäten innerhalb des Planungs- und Baumanagements bietet und zweitens mit Herrn Dolinsek jemanden, der über mehr als zehnjährige Erfahrung in der Baubranche besitzt, und die Probleme der User wie uns bestens kennt. Wir haben bislang eher mit digitalen Insellösungen leben müssen und natürlich auch Wettbewerber von Planradar kontaktiert, doch dieser ganzheitliche Service – alles über eine Plattform – konnte uns schnell begeistern.

HI HEUTE: Wie haben Sie angefangen, die Software in Ihre Abläufe zu integrieren?

Peter Gollan: Wir haben erst einmal unsere Bedürfnisse genauestens formuliert. Es ging uns primär um Projektdokumentation, Mängelbeseitigung und Analysen - doch wir wissen, die Software kann noch sehr viel mehr leisten. In einem ersten großen Step haben wir intern zunächst nur unserem Team des Store Design & Construction den Zugriff erlaubt und extern den Architekturbüros.  Die Kollegen der Bauabteilung Intersport Österreich, unter der Führung von Franz Wimmer, planen ebenfalls Planradar einzuführen. Planradar hat definitiv das Potential in Zukunft vielleicht alle 45 Länder der Intersport in ihren Bauprojekten in der Zusammenarbeit zu unterstützen.

 

HI HEUTE: Herr Dolinsek,  was sind Ihre Ziele für 2019?

Domagoj Dolinsek: Wir wollen natürlich weiter wachsen. In Deutschland laufen die Gespräche gerade mit einigen der großen Branchenplayer sehr erfolgversprechend, aber wir möchten auch noch die Märkte in anderen Ländern betreten; gerade an Osteuropa und Südamerika sind wir derzeit sehr interessiert. Wir arbeiten zudem an technischen Tools, um bei den Kunden Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und ebenso daran, unser Produkt noch weiter zu verbessern. Zum Beispiel die Einbindung ins BIM (Building Information Modeling), um die Planung von Immobilien noch effizienter unterstützen zu können. Weil wir alle sehr ambitioniert sind, streben wir mittel- bis langfristig auf unserem Sektor natürlich auch die Marktführerschaft an. Sie kennen doch sicher die Kommandobrücke in „Raumschiff Enterprise“. Genau das möchten wir für die Immobilienbranche sein.

Erstellt von Thorsten Müller