Technologie im Retail - exklusiver Gastbeitrag für HI HEUTE von Ralf Kuntschke, Regional Manager bei Yardi Systems

Ralf Kuntschke, Regional Manager bei Yardi Systems. Foto: Yardi

Finanziell erfolgreiche Shoppingcenter zu entwickeln, ist angesichts der großen Bedrohungen für das traditionelle Geschäftsmodell des Einzelhandels zu einer erheblichen Herausforderung geworden. Das Einzelhandelserlebnis wandelt sich vom einfachen Besuch eines Point of Sale zu einem intensiven Erlebnis: Statt endloser Ladenzeilen wartet das moderne Shoppingcenter mit Restaurants, Cafés, Kinos und einer Reihe von persönlichen Dienstleistungen auf.

 

Auf diese Entwicklung reagieren viele Einzelhandelsunternehmen mit dem Einsatz neuer und innovativer Technologien, um den stationären Handel zu stärken und so mit dem E-Commerce zu konkurrieren oder ihn zu ergänzen.

Um erfolgreich Kunden für Shoppingcenter zu begeistern, gilt es zunächst, regionale Trends wie demographische Veränderungen, Kultur und Politik zu analysieren und zu verstehen. Diese Daten zu nutzen und zu verstehen, ist der Schlüssel zur Bestimmung eines erfolgreichen, umsatzstarken Mietermixes. Die Größe und der Standort des Shoppingcenters bestimmen zusammen mit anderen Faktoren, in welchem Umfang neue Technologien eingesetzt werden können und sollten.

Im Mittelpunkt jeder erfolgreichen Strategie steht jedoch ein bestimmtes, für den Geschäftserfolg entscheidendes Element – Daten. Assetmanager und Investoren entdecken gerade die Vorteile unternehmensweiter Technologieplattformen. Durch den sofortigen Zugang zu Informationen wie Umsätzen, Verträge, Mieter und Interessenten stehen Daten nicht nur schneller, sondern im Vergleich zur mühevollen Konsolidierung aus mehreren unterschiedlichen Systemen auch einfacher zur Verfügung. Mit der Einführung mobiler Zahlungs- und Einkaufsmöglichkeiten reagieren die Händler außerdem auf die Anforderungen ihrer mobilaffinen Kundschaft – und nichts weniger erwarten sie auch im Umgang mit ihren Vermietern. Mithilfe solcher Technologien können Eigentümer und Betreiber von Einkaufszentren Kosten senken, Umsätze steigern und den Objektwert erhöhen.

Daten spielen eine zentrale Rolle

Dank des technologischen Fortschritts ist der Einzelhandel heute in der Lage, mithilfe von Big Data überzeugende Angebote zu entwickeln.

Der Einzelhandel generiert mehr Daten pro Monat als viele andere vertikale Immobilienmärkte. Einfache Tools und Tabellen zur Gewinnung wertvoller Einblicke in Einzelhandelsgeschäfte und Trends sind damit nicht mehr zeitgemäß.

Heute stehen moderne, benutzerfreundliche und integrierte Technologien zur Verfügung, die es Einzelhändlern erlauben, Grundrisse von Einzelhandelsobjekten zu visualisieren. Portale ermöglichen die einfache Übertragung von Verkaufsdaten der Einzelhändler direkt in die Management- und Buchhaltungsplattform. Eine zentrale Datenquelle bildet die Grundlage für konfigurierbare, personalisierte Dashboards, die relevante, rollenspezifische Analysen liefern. Cloudbasierte Lösungen ermöglichen Unternehmen nicht nur das Hosten von Daten in einer einzigen, sicheren Datenbank, sondern auch den Echtzeitzugriff auf geschäftskritische Prozesse von unterwegs.

Zu diesen Funktionalitäten gehört auch ein geeigneter Rahmen für die Analyse von Echtzeitdaten mit dem Ziel, zuverlässige Einzelhandelsstrategien zu entwickeln.

Die Bedeutung von Big Data im Einzelhandel – und die Möglichkeit, diese Informationen in schnell zugängliche, relevante und präzise Metriken umzuwandeln – sollte nicht unterschätzt werden. Big Data kann Betreibern von Shoppingcentern helfen, die Bedürfnisse der Besucher, Einzelhändler und Investoren auf eine Art und Weise zu befriedigen, wie es der E-Commerce nicht kann.

 

Die Analyse von Daten, das frühzeitige Erkennen von sich verändernden Kundenbedürfnissen und die Ausrichtung auf eine bestimmte Asset- und Investitionsstrategie sind der Motor für eine nachhaltige, erfolgreiche Einzelhandelsimmobilie.

Erstellt von Ralf Kuntschke (Yardi Systems)