Exklusiv-Interview mit Sönke Nieswandt (Geschäftsführer Dodenhof Posthausen Centermanagement GmbH)

Sönke Nieswandt (Dodenhof Posthausen Centermanagement GmbH)

Das Leben eines Centermanagers hat sich seit den Ladenschließungen massiv verändert. Wie aber sieht der Arbeitsalltag im Moment aus. HI HEUTE sprach darüber mit Sönke Nieswandt, Geschäftsführer der Dodenhof Posthausen Centermanagement GmbH, zudem auch Prokurist in der Dodenhof Posthausen Immobilien und Dienstleistungs KG.

 

HI HEUTE: Provokativ gefragt, fühlen Sie sich eigentlich aktuell noch als Centermanager?

Sönke Nieswandt: Ich habe schon seit längerer Zeit vielfältige Managementfunktionen bei dodenhof, aber ganz neu bin ich nun zusätzlich auch noch Krisenmanager.

HI HEUTE: Wie sehen denn diese Aufgaben konkret aus?

Sönke Nieswandt: In der letzten Woche ging ein Großteil meiner Arbeitszeit für die Kommunikation mit den Mietern, die natürlich viele Fragen hatten, drauf. Aber auch der Austausch mit den Behörden und der Kommune, wo es vieles neu festzulegen galt, war sehr fordernd.

HI HEUTE: Und wirkliche Klarheit gab’s danach doch auch nicht, oder?

Sönke Nieswandt: Nein, in der Tat  wurden selbst schriftliche Aussagen binnen weniger Stunden widerrufen bzw. aktualisiert. Das hält einen schon ganz schön in Atem.

HI HEUTE: Auch, weil ja noch andere Aufgaben erledigt werden mussten.

Sönke Nieswandt: Natürlich. Nehmen Sie nur allein die ganzen Stornierungen mit Blick auf geplante Aktionen und Events innerhalb unseres Jahresveranstaltungskalenders. Da hängt ja an jedem einzelnen Programmpunkt sehr viel dran. Bis Anfang der Woche waren ja aber auch noch deutlich mehr Geschäfte bei uns geöffnet. Da war auch ne Menge zu regeln.

 

HI HEUTE: Und jetzt, wo fast alles dicht ist, haben Sie ja auch gewisse Kontrollfunktionen.

Sönke Nieswandt: Ganz genau, wir wollen natürlich überprüfen, ob die neuen Bestimmungen auch tatsächlich eingehalten werden. Nein, ganz klar, meine Arbeit ist alles andere  als zum Erliegen gekommen. Der Stress hat sogar ganz klar noch zugenommen!“

Erstellt von Thorsten Müller