Präsenzveranstaltung im Mercado in Hamburg-Altona fand großen Anklang

Das Hamburger Regional-Dinner des German Councils konnte endlich wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden und war sehr gut besucht. Foto: First Christmas

Nach langer, corona-bedingter Pause und zahlreichen digitalen oder hybriden Formaten fand am letzten Donnerstag erstmals wieder einer Präsenzveranstaltung des German Council of Shopping Places statt. „Mercado“ der Name des Treffpunktes für das erste Regional Dinner 2022 in Hamburg, hat offenbar nicht nur vor über 20 Jahren bei seiner „Gründung“ die den Zeitgeist getroffen, sondern auch jetzt die Teilnehmer neugierig gemacht. Mit über 40 Gästen und Referenten war es eines der bestbesuchten regionalen Treffen des Verbandes gewesen. 

 

Union Investment hatte gemeinsam mit dem Centermanager Sonae Sierra in die Räumlichkeiten des „Pop-Up-Stores“ der Hamburger Kulturinitiative „altonale“ geladen, die sich im ersten Obergeschoss des Centers befinden. Das Mercado schaffte es damit, eine kluge und gesellschaftlich für Ottensen/Altona relevant temporäre Nutzung eines Leerstandes mit der vor Ort gelebten Marktplatz-Philosophie zu verbinden. Im Verlauf der diesjährigen altona wird damit auf einer ehemaligen Verkaufsfläche ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Workshops, Theater, Filmabenden, Lesungen, Jazz-Sessions und dem altonale Salon zum Thema Freiheit geboten.

Interessante Präsentationen

Christine Hager, Vorstandsvorsitzende des GCSP, und Regionalbotschafter Nord Ralf-Peter Koschny begrüßten die Gäste und beide freuten sich sehr über das Live-Wiedersehen „Frohes neue Jahr“ – hörte man es hier und da scherzhaft sagen. Und dann ging's auch schon los. Den Auftakt bildeten interessante Präsentationen der Gastgeber Ralf Schaffus (Union Investment), Jens Horeis und Sven Ebert (Sonae Sierra). Während Ralf Schaffus verschiedenste Kennzahlen und Rahmendaten zum Mercado aus Sicht der Fondsgesellschaft präsentierte, gaben Jens Horeis und Sven Ebert als Centermanager nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte des Mercado, sondern zeigten auch die Transformation und den Weg vom Einkaufszentrum zum Quartierszentrum auf. Dabei wurde auch der Wandel im Standortumfeld und der Nachbarschaft samt der Notwendigkeit zur Vernetzung mit dem Stadtteil bei zahlreichen Aktionen und Saisonhighlights, wie Weihnachtsmarkt, Flohmarkt oder altonale dezidiert ausgeführt.

Im Anschluss an die detailreichen Vorträge ließ es sich Ralf-Peter Koschny, (Vorstandssprecher bei bulwiengesa) als Moderator der abschließenden Podiumsdiskussion nicht nehmen, nach der Entwicklung des Mietniveaus, der Flächennachfrage und den aktuellen Anschlussvermietungen zu fragen. Hieraus entwickelte sich eine lebendige Diskussion, bei der auch auf die Positionierung und seit Jahren wachsenden Verankerung des Mercados mit seinem Stadtteil Ottensen ausgeführt wurde, die dem Center schließlich verschiedenste Optionen zur Integration neuer Nutzungen und Angebote eröffnet.  

Lebendige Diskussion

In diesem Zusammenhang zu nennen sind neben der Verlagerung von New-Yorker auf eine größere Fläche in das benachbarte, ebenfalls zur Union Investment gehörende und von Sonae Sierra gemanagte Geschäftshaus Ottensen, auch die Verlagerung von Fielmann auf eine ebenfalls größere Verkaufsfläche, die vormals vom schwedischen Filialisten Clas Ohlson genutzt wurde. Von dieser ehemals zweigeschossigen Fläche wird Fielmann die Erdgeschosslage übernehmen, während das erste Obergeschoss künftig von einer Augenklinik genutzt wird, so dass das Mercado sein Angebot an medizinischen Diensten weiter ausbaut und sich perspektivisch noch stärker als Quartierszentrum profiliert.

Wie die Ausführungen der Referenten ebenso wie die ergänzenden Aussagen während der Podiumsdiskussion zeigen, weitet das Mercado seit geraumer Zeit seinen Nutzungsmix sukzessive aus. Neben den für Shoppingcenter typischen Nutzungsmix aus Einzelhandel, einzelhandelsnahe Dienstleistungen und Gastronomie, werden zusätzliche Nutzungen ergänzt, die das Mercado zu einem lebendigen Quartierszentrum mit Magnetfunktion für den gesamten Stadtteil profilieren. Wohnnutzung in den oberen Geschossen, die Markthalle im Erdgeschoss, eine stark frequentierte Bücherhalle im zweiten Obergeschoss, medizinische Versorgungseinrichtungen und eine Kita in den Obergeschossen sowie kostengünstige Parkplätze auf zwei Parkdecks und ein mehr als 80 Abstellplätze umfassender Fahrradhof samt Pumpstation tragen dazu maßgeblich bei. Einige dieser Highlights wie die integrierte Markthalle und der Waldorfkindergarten auf dem Dach bzw. am Parkdeck des Centers zeigte Centermanager Sven Ebert bei einer abschließenden Centerführung, bevor der Abend bei einem Networking Dinner langsam ausklang.

Bis fast 24 Uhr waren die Gäste vor Ort und haben sich über viele Branchenthemen sehr intensiv und fachlich ausgetauscht. „Wir sind wieder vor Ort da.“ resümierte dann auch eine sichtlich zufriedene Christine Hager zum Abschied und freute sich auf die nun kommenden weiteren Konferenzen des GCSP.