IFH KÖLN: Wachstum 2024 bis auf 141 Milliarden Euro

Das IFH KÖLN erwartet Rekordzahlen für den Onlinehandel. Symbolbild: Unsplash / Charles Deluvio

Der Onlinehandel ist klarer Profiteur der Coronakrise. Im Verlauf der vergangenen Monate wurden immer mehr Käufe online getätigt – dieser Trend im Konsumverhalten wird durch aktuelle Daten des Branchenreports Onlinehandel des IFH KÖLN quantifiziert.

Das Onlinevolumen im deutschen Handel wird im Coronajahr 2020 zwischen 80 und 88 Milliarden Euro betragen, womit das Wachstum sich im Vergleich zum Vorjahr mindestens verdoppelt hat. Die Hochrechnungen für die kommenden vier Jahre zeigen, dass der starke Online-Wachstumstrend sich weiter fortzeichnet. Bei einer Trendrechnung kommt der Onlinehandel bis 2024 auf 120 Milliarden Euro Umsatz - bei zunehmendem Wachstum, beispielsweise anhaltendem Schub durch die Corona-Pandemie, sogar auf 141 Milliarden Euro.

Pandemie beeinflusst Geschehen

„Die Prognosen für den Onlinehandel hängen eng mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens zusammen. Solange die Zahl der an Covid-19-Infizierten so hoch ist, dominiert die Pandemie weiterhin stark den Alltag der Konsument*innen, und Einkäufe werden immer mehr online getätigt“, ordnet Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH KÖLN, die Daten ein.

 

Der Onlineanteil am Einzelhandelsumsatz wird 2024 somit in der Trendrechnung bei 16,5 Prozent liegen und kann bei zunehmender Dynamik bis auf 19,4 Prozent ansteigen. Die Ausprägungen in den einzelnen Branchen unterscheidet sich, und der Fokus auf die einzelnen Handelsbranchen zeigt 2020 durchaus unterschiedliche Entwicklungen.

„Gerade auf den Online-Nachzüglerbranchen FMCG und DIY lag in diesem Jahr durch die Zeit zuhause ein besonderer Fokus, auch und insbesondere online. Und wir wissen: Wenn das Onlinebestellen von Lebensmitteln zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wird ein neues Level im Onlinehandel erreicht“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsführung des IFH KÖLN.