Händler, die Waren im Netz anbieten wollen, stehen vor großen Hürden. Eine App soll den Einstieg ins Internet erleichtern.

Mit der neuen Smartphone-App „Shoppen“ sollen Einzelhändler ihre Waren unkompliziert im Netz vertreiben können. Foto: Appitail

Seit es das Internet gibt, werden die Chancen und Risiken für den Handel diskutiert. Die Zahl der Online-Einkäufer steigt, der stationäre Handel ist in Sorge. Das alles ist nicht neu. Was jedoch neu ist, ist eine Smartphone-App, die von zwei Jungunternehmern aus Köln entwickelt wird: „Shoppen“.

Köln wird bald zum Experimentierfeld für die neue Smartphone-App „Shoppen“. Entwickelt wurde sie von dem Start-Up Appitail. Hinter dem Firmennamen stecken die beiden Jungunternehmer Timo König und Max Zähringer. Sie wollen mit ihrer Software kleine und mittlere Einzelhändler erreichen – also eben jene Zielgruppe, die um die Bedeutung des Online-Handels weiß, aber oft nicht über die nötigen Ressourcen verfügt, um selbst in der Welt des digitalen Handels mitzumischen.

Mit der App „Shoppen“ sollen Händler ihre Waren auf unkomplizierte Art und Weise ins Netz einstellen können. Via Push-Mitteilungen können sie den Nutzern Infos zu Sonderangeboten auch direkt in die Hosentasche schicken. Interessenten können sie sich wiederum in der App ansehen – und kaufen. Um die Software zu bedienen, sei kein großes technisches Know-How erforderlich, sagte Gründer Zähringer jüngst im Gespräch mit gruenderszene.de. Selbst seine Großmutter habe die App zum Testen bekommen – und sie sei damit gut zurecht gekommen.

 

Start auf lokaler Ebene

Die App „Shoppen“ soll auf lokaler Ebene starten, begrenzt auf den Raum Köln. Im August soll es losgehen. Vor Ort arbeiten König und Zähringer mit einem Kurierdienst zusammen. Durch die Kooperation, so der Plan, wird die bestellte Ware innerhalb von 90 Minuten beim Kunden ankommen. Auf Wunsch des Käufers werde der Kurier sogar vor der Haustür warten, bis er das von ihm georderte T-Shirt oder die Turnschuhe anprobiert hat. Zehn Minuten Wartezeit seien im Preis inbegriffen, danach werde im Minutentakt abgerechnet, heißt es.

 

Finanzieren will sich das Start-Up laut gruenderszene.de über Verkaufsprovisionen, die von den teilnehmenden Händlern gezahlt werden. Auch ein Abo-Modell sei denkbar, bei dem die Händler eine monatliche Grundgebühr für die Teilnahme am „Shoppen“-Modell entrichten.