Jeder dritte Euro im E-Commerce wird 2016 über Smartphone oder Tablet umgesetzt. Davon profitiert auch der stationäre Handel.

Der Einkauf per Smartphone ist beliebt: Mit 14,6 Milliarden Euro hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz in diesem Bereich nahezu verdoppelt. Foto: pixabay

Das Jahr 2016 hält für den deutschen Internethandel rosige Aussichten bereit: Experten gehen von Gesamteinnahmen von 62,5 Milliarden Euro aus, was einem Plus von rund zehn Milliarden Euro beziehungsweise 18,3 Prozent entspricht. Das ergab eine Untersuchung des Centre for Retail Research im Auftrag von RetailMeNot, dem nach eigenen Angaben weltweit größten Marktplatz für digitale Gutscheine und Angebote.

Schon rund 44 Millionen Deutsche hatten sich 2015 für den Einkauf im Internet entschieden – und damit mehr als jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent). Der Online-Umsatz stieg 2015 um 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 52,8 Milliarden Euro.

 

Jeden neunten Euro verdient der Handel im Netz

Unterm Strich machte der Online-Handel im vergangenen Jahr fast zwölf Prozent (11,6 Prozent) des deutschen Gesamthandelsvolumens aus – damit wurde 2015 rund jeder neunte Euro online erwirtschaftet, dieses Jahr soll es jeder achte (13,5 Prozent) und 2017 bereits jeder siebte sein (15,2 Prozent).

Hauptverantwortlich für das deutliche E-Commerce-Wachstum 2015 war der mobile Handel, der Einzelhändlern Umsätze von 14,6 Milliarden Euro bescherte und sich damit gegenüber 2014 mehr als verdoppelte (+103,1 Prozent). Anders ausgedrückt, wurde somit bereits mehr als jeder vierte Euro im E-Commerce (27,7 Prozent) über ein Smartphone oder Tablet umgesetzt – in diesem Jahr soll es sogar jeder dritte werden (34,0 Prozent). Denn auch 2016 gehen die Experten von einem deutlichen Anstieg der Einnahmen aus mobilen Kanälen aus: 21,2 Milliarden Euro Umsatz und damit ein Wachstum um 45,2 Prozent werden für das laufende Jahr prognostiziert, wobei 11,9 Milliarden (+39,5 Prozent) auf Smartphones und 9,3 Milliarden auf Tablets entfallen werden (+53,2 Prozent).

 

125 Millionen Euro für den stationären Handel

„Und auch für den stationären Handel birgt die steigende Mobile Durchdringung großes Potential“, sagt Leiterin Partner Management Deutschland bei RetailMeNot. Durch neuen Technologien, wie zum Beispiel Geolokalisierung und Beacons zur zielgerichteten Aussteuerung von personalisierten Produktinformationen und Angeboten, wachse das Interesse der Händler, das omnipräsente Smartphone für sich zu nutzen. So lassen sich Verkaufskanäle miteinander zu verknüpfen, Kunden per maßgeschneiderter Interaktion in die Läden zu locken und so das In-Store-Erlebnis aufzuwerten. Karina Spronk sagt: „125 Millionen Euro Umsatz konnte der deutsche stationäre Einzelhandel im vergangenen Jahr bereits auf den Einsatz von Mobile Marketing-Maßnahmen zurückführen“.

 

 

 

Erstellt von dah