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10. Juli 2026

Enttäuschung in der Eifel: BIT-Galerie kann aktuell nicht realisiert werden

AUS FÜR EIN AUSSERGEWÖHNLICHES PROJEKT, DAS BEREITS 2009 SEINEN ANFANG NAHM
Noch auf der Expo Real wurde der jüngste Entwurf der BIT-Galerie von Bundesbauministerin Hubertz groß gewürdigt. Jetzt ist die Realisierung aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert.
Visualisierung: cfw Architekten

Eines der längsten deutschen Großprojekte mit integriertem Einzelhandel ist aktuell nicht mehr realisierbar. Die BIT-Galerie in Bitburg (Eifel) fällt den inzwischen völlig veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Opfer.  Die FACO Immobilien GmbH hatte schon vor weit mehr als eineinhalb Jahrzehnten mit den ersten Planungen begonnen, die damals noch ganz anders aussahen.

Die Grundidee des Projekts entstand bereits im Jahr 2009. Ziel war es, eine fußläufige Verbindung vom Bedaplatz zur Fußgängerzone zu schaffen und damit neue Impulse für Leben,
Arbeiten, Einkaufen und Verweilen in der Bitburger Innenstadt zu setzen. Zusammen mit dem neuen Bedaplatz als Stadtplatz sollte ein attraktiver Ort entstehen, der Menschen anzieht und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt stärkt.

Aus Sicht der FACO hätte die BIT-Galerie für viele Bürgerinnen und Bürger mehr bedeutet als ein neues Gebäude. Geplant war ein zusätzlicher innerstädtischer Anziehungspunkt mit neuen Wegen, Treffpunkten, Angeboten und Möglichkeiten der Begegnung. Die Bedeutung des Standortes für Bitburg bleibt für FACO unverändert hoch. Die zentrale Lage Bitburgs wird auch künftig eine wichtige Rolle für die Attraktivität des Lebens, Arbeitens und Einkaufens im Eifelkreis Bitburg-Prüm spielen.

„Als projektverantwortlicher Entwickler und Mitinvestor danken wir unseren Investoren für ihr außerordentliches Vertrauen. Ebenso danken wir den Unterstützerinnen und Unterstützern in
Politik und Verwaltung für die langjährige, konstruktive und ermutigende Begleitung des Projekts“, sagt Stefan Kutscheid für die FACO Immobilien GmbH. Kutscheid weiter: „Wir bedauern sehr, dass Bau- und Eröffnungszusagen in der Vergangenheit nicht wie vorgesehen eingehalten werden konnten. Für die daraus entstandenen Belastungen für
Gewerbetreibende, Nachbarn, Mieterinnen und Mieter sowie insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bitburg übernehmen wir Mitverantwortung. Dafür entschuldigen wir uns ausdrücklich.“

Die FACO Immobilien GmbH betont, dass sie Zeit und Kapital im eigenen Risiko nur in Projekte investiert, die eine positive Wirkung für Menschen und Stadtentwicklung entfalten. Dies gilt insbesondere für Standorte, an denen die handelnden Personen selbst leben und Verantwortung übernehmen. Immobilieninvestitionen versteht das Unternehmen nicht allein als bauliche oder wirtschaftliche Aufgabe. Entscheidend sei, dass Orte einladen, Begegnung ermöglichen, Orientierung bieten und Aufenthaltsqualität schaffen. Nur auf dieser Grundlage könnten Investitionen langfristig und nachhaltig gesichert werden.

Mit Blick nach vorne sieht FACO weiterhin die Aufgabe, in Mittelstädten wie Bitburg tragfähige Wege für große, attraktive und zukunftsrelevante Immobilieninvestitionen zu entwickeln. Dafür brauche es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bürgerinnen und Bürgern, lokalem Engagement, öffentlichen Förderinstrumenten, immobilienwirtschaftlicher Kompetenz und privatem Kapital.

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