Nach der Umfirmierung von iMallinvest zu ambas – Interview mit Steffen Hofmann, Geschäftsführender Gesellschafter

Steffen Hofmann, Geschäftsführender Gesellschafter der ambas Real Estate GmbH. Foto: ambas

Die iMallinvest Europe GmbH firmiert offiziell seit heute unter dem neuen Firmennamen ambas Real Estate GmbH. Auch zukünftig wird das international agierende Beratungshaus mit Sitz in Mainz und Hamburg seinen Fokus auf die Begleitung von institutionellen Immobilieneigentümern, Family Offices und Projektentwicklern von Handels- und Mixed-Use-Immobilien mit den Beratungsschwerpunkten Transaktion und strategisches Asset Management legen. HI HEUTE-Chefredakteur Thorsten Müller sprach über den Hintergrund und mögliche Veränderungen mit Steffen Hofmann, einem der beiden Geschäftsführenden Gesellschaftern des Unternehmens.

 

HI HEUTE: Herr Hofmann, Ihr Unternehmen firmiert seit kurzem unter neuem Namen. Ambas als Wortstamm für Ambassador lässt darauf schließen, dass Sie sich zukünftig noch mehr als „Botschafter“ verstanden sehen wollen. Liege ich damit richtig und worauf bezieht sich ganz konkret diese Funktion?

Steffen Hofmann: Das ist korrekt! In unseren facettenreichen Mandaten treten wir als autorisierte Verhandlungsführer im Namen unserer Kunden und diskrete Botschafter in Erscheinung. Wir üben eine Mittlerrolle aus, die außer Fachkenntnis sehr viel Diplomatie und Verhandlungskompetenz erfordert. Sei es zwischen Käufer und Verkäufer, Investor und Bank, Mieter und Vermieter, Stadtplanungsamt und Projektentwickler - stets liegt unsere Aufgabe darin, die Belange beider Vertragspartner zu verstehen und die Parteien solange am Verhandlungstisch zu halten, bis für beide Seiten tragfähige Verhandlungslösungen etabliert sind und der Deal steht.

HI HEUTE: Die Abkehr vom Mall-Bestandteil ihres alten Namens darf sicher auch als Indiz dafür betrachtet werden, dass Shopping Center nicht mehr so dominant in ihrem Fokus stehen. Welche Assets kommen für Sie jetzt grundsätzlich in Betracht?

Steffen Hofmann: Die Schlussfolgerung, dass Shopping Center nicht mehr in unserem Fokus stehen, ist nicht notwendigerweise korrekt. Ganz im Gegenteil! Es bereitet uns auch weiterhin große Freude, in diesem anspruchsvollen Segment zu beraten, zumal wir angesichts attraktiver Cash-on-Cash Renditen für Investoren von einer erheblichen Zunahme an Transaktionstätigkeit ausgehen. Allerdings haben wir uns über die Jahre ein deutlich breiteres Geschäftsmodell erarbeitet. Durch die bewusste Loslösung vom alleinigen Begriff der Mall in unserem Branding vereinfachen wir uns selbst und unseren Kunden die diesbezügliche Kommunikation.

HI HEUTE: Ein neuer Unternehmensname lässt in der Branche immer aufhorchen. Wenn man davon hört, denkt man sehr schnell an weitere Änderungen. Sind die aber auch tatsächlich angedacht oder läuft alles mehr oder weniger wie gewohnt weiter?

Steffen Hofmann: Am heutigen Service-Portfolio unseres Hauses ändert sich eigentlich nichts, denn wir haben ja in der Vergangenheit bereits aufgrund entsprechender Kundennachfrage sukzessive neue Beratungsfelder hinzugefügt. Mit unserem Firmenclaim „ambas – Your Retail Real Estate Ambassador“ geben wir bewusst ein klares Commitment unseres Hauses zum Einzelhandelsimmobilienmarkt ab. Das Team bleibt vollständig zusammen und soll perspektivisch weiter ausgebaut werden. Änderungen in der Gesellschafterstruktur sind nicht geplant.

HI HEUTE: Wie haben Sie bislang die Corona-Pandemie in Bezug auf Ihre Firmenaktivitäten erlebt?

Steffen Hofmann: Wir hatten alle Hände voll zu tun und standen unseren Marktpartnern durchgängig beratend zur Seite. Auf der Asset Management Seite konnten wir unser Beratungsangebot deutlich ausweiten. Auch im für Handelsimmobilien ausgesprochen herausfordernden Investitionsjahr 2021 ist es unserem Team bis zum Jahresende gelungen, Shopping Center, Fachmarktzentren und Mixed-Use Immobilien mit einem Umfang von mehr als 135.000 qm Gesamtmietfläche erfolgreich zu veräußern. Darauf bauen wir auf!

 

HI HEUTE: Welche größeren Aufgaben haben Sie sich für das laufende Jahr vorgenommen?

Steffen Hofmann: So sehr wir alle die Vorzüge der Digitalisierung begrüßen, ich freue mich darauf, wieder mehr zu reisen und auch unsere internationalen Geschäftspartner wieder zu persönlichen Besprechungen anzutreffen. Das vertrauensvolle Gespräch bleibt ein wesentlicher Bestandteil der ambas Real Estate GmbH.

Erstellt von Thorsten Müller