Joachim Stumpf, geschäftsführender Gesellschafter von IPH/BBE, nimmt im HI HEUTE-Interview Stellung zu den Herausforderungen für sein Unternehmen und die Branche im zweiten Corona-Jahr.

Joachim Stumpf, geschäftsführender Gesellschafter von IPH/BBE

HI HEUTE: Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele für 2021?

Joachim Stumpf: "1. Wir setzen unser qualitatives Wachstum weiter fort. 2. Wir reagieren auf die Marktveränderungen und erweitern unsere Teams außerhalb des Einzelhandels (Wohnen, Logistik, Freizeit) und im Bereich Highstreet. 3. In unseren Managementmandaten sichern wir die Bestandsmieter mit einem differenzierten Blick und schärfen die Positionierung."

HI HEUTE: Was erwarten Sie, wie sich das Jahr - unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie - speziell in Ihrem Geschäftsbereich entwickeln wird?

Joachim Stumpf: "Generell steigt der Beratungs- und Managementbedarf bei Händlern, Kommunen und Vermietern. Unsere tiefe Handels- und Immobilienexpertise aus BBE und IPH war nie so gefragt wie heute. Dies gilt für Vermietungsaktivitäten, das Prüfen von Ankaufsopportunitäten, als auch das Center Management. Dafür haben wir unsere Teams aktuell gezielt erweitert."

HI HEUTE: Was wird sich vor allem verändern müssen, damit der stationäre Handel in Fußgängerzonen und Centern einen nennenswerten Stellenwert behalten wird?

Joachim Stumpf: "Es steht fest, dass der Handelsanteil in Innenstädten und Shopping Centern sinken wird. Daher braucht es sinnvolle und wertige Ergänzungen, die zur Aufenthaltsqualität beitragen und Besuchsanreize jenseits des Einkaufsmotivs bieten. Eigentümer müssen hier zu ganzheitlichem Handeln motiviert werden. Dazu bedarf es einer Vision der Stadt."

Erstellt von tmü