Steffen Hofmann, geschäftsführender Gesellschafter von iMallinvest, nimmt im HI HEUTE-Exklusiv-Interview Stellung zu den Herausforderungen für sein Unternehmen und die Branche im zweiten Corona-Jahr.

Steffen Hofmann (rechts), geschäftsführender Gesellschafter von iMallinvest und Mitgesellschafter Klaus Mennickheim

HI HEUTE: Welches sind Ihre drei wichtigsten Ziele für 2021?

Steffen Hofmann: "Aus Branchensicht, ganz klar die nachhaltige Überwindung von Social Distancing Erfordernissen mit all ihren Kollateralschäden. Unternehmerisch, die konsequente Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern im Hinblick auf eine vor uns liegende Dekade des rapiden Strukturwandels. Persönlich, in dem, was ich tue, jeden Tag ein bisschen besser zu werden."

HI HEUTE: Was erwarten Sie, wie sich das Jahr - unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie - speziell in Ihrem Geschäftsbereich entwickeln wird?

Steffen Hofmann: "Für nahversorgungsrelevante Objekte erwarten wir bei ausgewogenem Rendite-Risiko-Profil weiterhin Bieterwettbewerb und die marktweite Akzeptanz niedriger Renditeniveaus. Für großvolumige Shopping Malls gibt es bis zu einer Stabilisierung der KPI wenige Käufergruppen; hier wird es echte Off-Market Deals mit Added Value Profil geben."

HI HEUTE: Was wird sich vor allem verändern müssen, damit der stationäre Handel in Fußgängerzonen und Centern einen nennenswerten Stellenwert behalten wird?

Steffen Hofmann: "Mit der Digitalisierung des Einkaufens ist ein technologischer Quantensprung vollzogen. Es wäre fatal, sich diesem unumkehrbaren Trend nur durch die Forderung nach Sondersteuern für E-Commerce-Plattformen entziehen zu wollen. Der Anspruch der Handelsimmobilienwirtschaft muss die Schaffung besonderer Orte von hoher Erlebnisqualität sein!"

Erstellt von tmü