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P3 zählt international zu den größten Eigentümern und Entwicklern großer Logistikimmobilien. Seit rund einem Jahrzehnt auch in Deutschland. HI HEUTE-Chefredakteur Thorsten Müller sprach unlängst mit Deutschland-Chef Sönke Kewitz über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen.
HI HEUTE: Herr Kewitz, große Logistikunternehmen wie Ihres sind weiterhin hoch erfolgreich – und das trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen. Was haben Sie besonders gut hinbekommen, speziell was Ihre Aktivitäten in Deutschland betrifft?
Sönke Kewitz: Eine Stärke, die gerade in diesen herausfordernden Zeiten, sich immer wieder als hilfreich erweist, ist die Flexibilität, die uns unser vergleichsweise hohes Eigenkapital ermöglicht. So können wir im Grunde für alle Anforderungen, die sich uns im Umgang mit den Mietpartnern stellen, Lösungen finden. Generell, so ist zumindest mein persönlicher Eindruck, wird die Mieterbetreuung von Jahr zu Jahr immer intensiver. Das erfordert viel Fleiß und Engagement, auch weil Vertragsverhandlungen aufwändiger werden. Das Verhältnis zu unseren Partnern wird dadurch aber auch enger, weil sich beide Seiten dadurch noch besser kennenlernen. Am Ende profitieren beide Parteien davon. Darauf kommt es ebenso an, wie auf ein authentisches und ehrliches Verhalten – selbst auf die Gefahr hin, mal den einen oder anderen Deal mal nicht zu machen.
HI HEUTE: Der Einzelhandel macht hierzulande noch immer schwierige Zeit durch. Wie beurteilen Sie aktuell den Markt und was bedeutet das für Ihr Logistikgeschäft?
Sönke Kewitz: Wir sehen die aktuelle Situation gar nicht so kritisch. Amazon is back und auch viele kleinere Unternehmen melden sich bei uns. Vor allem darf man China nicht außer Acht lassen, das auf dem deutschen Markt eine zunehmend wachsende Präsenz einnimmt. Grundsätzlich gilt Deutschland als sicherer Hafen, auch weil wir hier über Mechanismen verfügen, die deutlich mehr Stabilität garantieren, als das in anderen europäischen Ländern der Fall ist.
HI HEUTE: Was macht Ihnen trotz alledem in diesen Zeiten Mut?
Sönke Kewitz: Logistik passt sich– egal, wie die Weltlage auch gerade aussehen mag – irgendwie immer an und findet einen gangbaren Weg. In meinen rund 25 Jahren Berufsjahren ist das immer der Fall gewesen. Auch stelle ich fest, dass trotz steigender Preise (wie aktuell beim Öl, Benzin oder Gas) die Konsumbereitschaft bisher nicht nachlässt. So wird Logistik für Lebensmittel und Lifestyleprodukte immer benötigt werden. Wir können uns jedenfalls derzeit über fehlende Nachfrage – gerade auch aus dem Einzelhandel – nicht beklagen.
HI HEUTE: Wie würden Sie die neuesten Anforderungen aus Sicht von Händlern an Logistikunternehmen wie Ihres beschreiben?
Sönke Kewitz: Es hat sich gar nicht so viel verändert gegenüber den Vorjahren. Gleichwohl geht es immer mehr um Datenbeherrschung, um Effizienz und vor allem auch Sicherheit. Hackerangriffe kommen immer häufiger vor. Wir geben enorm viel für diesbezügliche Security aus, auch weil wir täglich damit konfrontiert sind.
HI HEUTE: Trotz eindrucksvoller Umsätze gibt es aber sicher auch die eine oder andere größere Herausforderung. Ist das richtig und falls ja, wie sehen diese aus?
Sönke Kewitz: Wir haben seitdem wir vor rund zehn Jahren in Deutschland erstmals aufgetreten sind sowohl unseren Umsatz (aktuell rund drei Milliarden Euro) als auch unsere Mitarbeiterzahl (derzeit 60) fast verzehnfacht. Ähnliches gilt zudem für die Assets under Management (110). Herausforderungen liegen sicher im gesamten Thema der Gebäudeautomatisierung durch KI. Wir verfügen mittlerweile über eine eigene KI-Abteilung, die sich vor allem mit der Datenauswertung beschäftigt.
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