Vintage-Trend erobert immer stärker den Markt

Second-Hand-Fashion liegt voll im Trend – online sowie stationär. Symbolbild: Shanna Camilleri

Second Hand ist im Zuge des Nachhaltigkeits-Trends absolut angesagt. Vorbei die Zeiten, da Kund*innen Fast Fashion präferierten. Corona hat diese Entwicklung noch einmal gepusht. Was in den USA gang und gäbe ist, schwappt jetzt auch nach Deutschland.

„Der Trend Second-Hand-Kleidung zieht immer größere Kreise und hat das Potenzial, in den kommenden zehn Jahren einen Marktanteil von 20 Prozent auf sich zu vereinen“, ist der Studie „Fashion 2030 – Sehen, was morgen Mode ist“ der Unternehmensberatung KPMG und des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI zu entnehmen. Gut ein Drittel der Verbraucher in Deutschland (34 Prozent) kaufe schon gebrauchte Kleidung. Weitere 28 Prozent könnten es sich vorstellen.

 

Einzug ins stationäre Geschäft

Neueste Entwicklung: Immer mehr renommierte Modehäuser springen auf den Zug auf – und zwar stationär. So präsentiert beispielsweise C&A in seiner Filiale in Hamburg-Altona Fashion von Carou, einem Online-Anbieter für Second-Hand-Kleidung. Der Pop-up-Store werde sehr gut angenommen, lässt C&A verlauten. Ein Re-Use-Store findet sich ebenso bei Galerie Karstadt-Kaufhof am Berliner Hermannplatz. Auch das Stuttgarter Fashion- und Lifestyle-Unternehmen Breuninger offeriert in seinen Häusern temporär immer mal wieder gebrauchte Kleidung – in Kooperation mit Vite EnVogue, einem Second-Hand-Spezialisten, der sich auf Luxuslabels wie Gucci, Chanel und Prada fokussiert.

Steigende Online-Umsätze

Im Online-Handel ist der Erwerb von Second-Hand-Fashion längst Usus. So vermeldet die Re-Commerce-Plattform Momox steigende Umsätze in Deutschland um 46 Prozent fürs vergangene Jahr. Mit einem Plus von 80 Prozent rechnet das Portal „Mädchenflohmarkt“. Online-Modehändler wie Zalando mit einem Pre-Owned-Shop, H&M auf Sellpy und Otto-Tochter About You mit dem Label „Second Love“ haben die einstige Nische schon lange für sich entdeckt.