Vorschlag an die Politik, um Mitarbeiter zu entlasten

ROSSMANN-Chef Raoul Roßmann fordert einen Inflations-Bonus. Foto: ROSSMANN

Vor dem Hintergrund steigender Verbraucherpreise und der Ankündigung von Bundeskanzler Olaf Scholz, Vertreter von Arbeitgebern und –nehmern zu einer „konzentrierten Aktion“ zusammenrufen zu wollen, hat sich Raoul Roßmann, Chef der Drogeriemarktkette ROSSMANN, zu Wort gemeldet.

„Wir leben in herausfordernden Zeiten, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordern“, sagt er. „Mehr als zwei Jahre Corona-Pandemie haben deutlich gezeigt, welch wichtigen Beitrag Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel leisten. Das hat auch die Politik anerkannt und den Corona-Bonus ins Leben gerufen. ROSSMANN hat diesen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2021/2022 vollumfänglich ausgeschöpft und insgesamt 43 Millionen Euro ausgezahlt. Leider wurde der Einzelhandel bei der Weiterführung des Corona-Bonus nicht berücksichtigt, vielmehr wurde ein reiner Pflegebonus beschlossen“, moniert er.

 

Gezielte Kraftanstrengung nötig

Als Sprecher für die Geschäftsführung fordert Raoul Roßmann: „Ich plädiere für einen Inflations-Bonus. Dieser Bonus kann von Unternehmen, die sich dazu in der Lage sehen, genutzt werden, um Mitarbeiter teilhaben zu lassen, und ist zugleich eine steuergünstige Möglichkeit, Menschen zu entlasten.“ Denn die aktuellen Belastungen beträfen alle Bürger in Deutschland – egal, in welcher Branche sie beschäftigt seien. „Eine gezielte Kraftanstrengung ist angesichts der nie dagewesenen Zumutungen für Arbeitnehmer absolut notwendig.“

Die hohe Medienresonanz auf den Corona-Bonus habe viele Unternehmen veranlasst, ihre Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen. „Genau diese große Chance sehe ich auch bei einem Inflations-Bonus. Die Politik ist hier gefragt, Unternehmen dies zu ermöglichen“, ergänzt Raoul Roßmann mit Nachdruck.