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14. August 2026

Deutsche EuroShop hält Kurs und setzt auf weiteres Wachstum

HÖHERE MIETEN UND STEIGENDE HÄNDLERUMSÄTZE GEBEN RÜCKENWIND
Das Allee-Center Magdeburg ist im Portfolio der Deutschen EuroShop.
Foto: Deutsche EuroShop

Die Deutsche EuroShop hat im ersten Halbjahr Umsatz und operatives Ergebnis leicht gesteigert. Der auf Shopping Center spezialisierte Immobilieninvestor erzielte Konzernerlöse von 133,3 Millionen Euro und damit 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen vor allem gestiegene Vertragsmieten sowie Abfindungszahlungen von Mietern bei.

Auch die Umsätze der Händler in den Shopping Centern entwickelten sich positiv. Sie lagen in den ersten sechs Monaten 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig ging die Besucherfrequenz um 1,3 Prozent zurück. Die Vermietungsquote blieb mit 95,4 Prozent auf einem hohen Niveau, lag jedoch leicht unter den 95,7 Prozent zum Jahresende 2025.

Operatives Geschäft stabil

Das Nettobetriebsergebnis erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 104,9 Millionen Euro. Das EBIT legte um 1,4 Prozent auf 105,4 Millionen Euro zu. Damit blieb das operative Geschäft trotz des nach Unternehmensangaben weiterhin schwierigen Konsumumfelds weitgehend stabil. Beim Ergebnis vor Steuern ohne Bewertungseffekte zeigte sich dagegen eine rückläufige Entwicklung. Der Wert sank um 6,3 Prozent auf 70,4 Millionen Euro. Verantwortlich waren vor allem höhere Zinsaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit der im Jahr 2025 begebenen Anleihe.

Immobilienwerte leicht gestiegen

Die Bewertung des Immobilienportfolios entwickelte sich im ersten Halbjahr leicht positiv. Als wesentlichen Faktor nennt die Deutsche EuroShop das weitere Mietwachstum. Einschließlich der Bewertungseffekte stieg das Konzernergebnis um 2,0 Prozent auf 71,2 Millionen Euro. Die EPRA Earnings beliefen sich auf 0,90 Euro je Aktie. Die Funds from Operations erreichten 0,92 Euro je Aktie.

Food Garden im MTZ etabliert

Besonders positiv hebt die Deutsche EuroShop die Entwicklung des Main-Taunus-Zentrums hervor. Der im April 2025 eröffnete Food Garden habe sich im ersten Betriebsjahr etabliert und wirke sich positiv auf die Besucherentwicklung des Centers aus. Für die Erweiterung erhielt das Projekt inzwischen ein Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Die Deutsche EuroShop wertet die Auszeichnung als Bestätigung des erreichten Nachhaltigkeitsstandards.

Wechsel zur Europäischen Gesellschaft

Auch gesellschaftsrechtlich gab es im Sommer eine Veränderung. Die Hauptversammlung hatte im Juni der Umwandlung des Unternehmens in eine Europäische Gesellschaft zugestimmt. Mit der Eintragung ins Handelsregister am 31. Juli wurde der Formwechsel abgeschlossen. Das Unternehmen firmiert seitdem als Deutsche EuroShop SE. Mit der neuen Rechtsform soll die europäische Ausrichtung des Konzerns stärker zum Ausdruck kommen. Am Geschäftsmodell, der Börsennotierung und den Aktionärsrechten ändert sich nach Unternehmensangaben nichts. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde zudem eine Dividende von einem Euro je Aktie beschlossen.

Prognose für 2026 bestätigt

Nach dem planmäßig verlaufenen ersten Halbjahr hält die Deutsche EuroShop an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 269 und 277 Millionen Euro. Das EBIT soll zwischen 211 und 219 Millionen Euro liegen. Für das Ergebnis vor Steuern ohne Bewertungsergebnis rechnet das Unternehmen mit 134 bis 142 Millionen Euro. Die Funds from Operations sollen ebenfalls eine Spanne von 134 bis 142 Millionen Euro erreichen. Je Aktie entspricht dies einer erwarteten Bandbreite von 1,77 bis 1,87 Euro.

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