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15. Januar 2026

Kaufkraft steigt deutlich: 1466 Euro mehr pro Kopf

RÜCKENWIND BEIM KONSUM DURCH STEIGENDE EINKOMMEN UND HÖHERE LÖHNE
Verbraucher in Deutschland haben wieder mehr Geld für Konsum übrig.
Foto: AdobeStock / AYUMI

Die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland dürfte in diesem Jahr spürbar zulegen. Nach einer aktuellen Prognose des Marktforschers NIQ steigt sie im Durchschnitt auf 31.193 Euro pro Kopf – ein Plus von fünf Prozent oder 1466 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das Geld steht den Menschen für Konsum, Wohnen, Freizeit und Sparen zur Verfügung.

Nach eher moderaten Zuwächsen in den vergangenen Jahren ziehe die Kaufkraft nun wieder deutlich an, erklärt Markus Frank, Geomarketing-Experte bei NIQ. Ausschlaggebend seien vor allem steigende Nettolöhne und Tarifverdienste sowie die Anhebung des Mindestlohns. Gebremst werde die reale Entwicklung allerdings durch eine weiterhin moderate Inflation und Unsicherheiten in der internationalen Zollpolitik.

Regionale Unterschiede

Wie schon in den Vorjahren zeigen sich große regionale Unterschiede. Bayern führt das Länderranking mit einer Kaufkraft von 33.666 Euro pro Kopf an und liegt damit rund acht Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Hamburg mit 33.019 Euro und Baden-Württemberg mit 32.813 Euro. Schlusslicht bleibt Bremen mit 27.172 Euro. Auf Kreisebene behaupten die Landkreise Starnberg (42.751 Euro) und München (41.355 Euro) ihre Spitzenplätze. Beide liegen rund ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt. Bei den Stadtkreisen mit mehr als 500.000 Einwohnern führt München mit 40.800 Euro vor Düsseldorf mit 35.715 Euro. Berlin erreicht mit 30.178 Euro rund drei Prozent weniger als der Durchschnitt.

Preisentwicklung maßgeblich

Die von NIQ ermittelten Werte sind nominal und berücksichtigen die Inflation nicht. Wie stark der Kaufkraftzuwachs tatsächlich bei den Menschen ankommt, hängt daher maßgeblich von der Preisentwicklung ab. Das Ifo-Institut rechnet in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent – und damit auf dem Niveau von 2025. Im vergangenen Jahr hatte das Kaufkraft-Plus mit 2,1 Prozent die Preissteigerungen nicht vollständig ausgeglichen. In die Berechnungen fließt das verfügbare Nettoeinkommen einschließlich staatlicher Transferleistungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld ein. Nicht berücksichtigt sind Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Mieten, Energie oder Bekleidung. Steigen diese Kosten überdurchschnittlich, bedeutet ein Anstieg der Kaufkraft nicht automatisch mehr Spielraum für den Konsum.

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