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04. Mai 2026

Bedeutung von Nonfood-Discountern steigt vor allem bei Jüngeren

ACTION & CO. SIND FEST IM ALLTAG VIELER KONSUMENTEN VERANKERT
Action, TEDi, KiK, Woolworth & Co. sind gern genutzte Shopping-Adressen.
Foto: Action

Welche Rolle spielen Nonfood-Discounter im Einkaufsprozess der Verbraucher? Dieser Frage geht der aktuelle Trend Check Handel des ECC KÖLN nach. Die Ergebnisse zeigen: Die Bekanntheit und Reichweite der Anbieter ist insgesamt hoch, und Nonfood-Discounter sind fest im Alltag vieler Konsumenten verankert.

Rund 23 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten geben an, in den vergangenen zwei Jahren vermehrt bei Nonfood-Discountern eingekauft zu haben. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den 18- bis 29-Jährigen: 45 Prozent dieser Zielgruppe zog es in den letzten zwei Jahren zunehmend zu den preisorientierten Anbietern. Zwar ist auch die Kaufrate insgesamt relativ hoch, doch das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: Mehr als ein Viertel der bisherigen Nicht-Käufer (27 Produzent) kann sich vorstellen, zukünftig bei Nonfood-Discountern zu shoppen.

Unterschiedliche Nutzungsraten

Ein Blick auf die einzelnen Anbieter zeigt: Zwar ist die Bekanntheit insgesamt hoch, die Nutzungsraten unterscheiden sich jedoch deutlich. KiK erreicht mit 95 Prozent die höchste Bekanntheit (Jüngere: 80 Prozent), gefolgt von TEDi und Woolworth. Bereits 65 Prozent der Konsumenten haben bei KiK und TEDi eingekauft. Besonders die jüngere Zielgruppe nutzt vor allem TEDi und Action (je 64 Prozent), während Woolworth und KiK in dieser Zielgruppe an Reichweite verlieren. Produktseitig dominieren Dekoartikel (57 Prozent), Schreib- und Spielwaren (54 Prozent) sowie Haushaltswaren (44 Prozent). Jüngere Käufer greifen zudem überdurchschnittlich häufig zu DIY-Produkten (57 Prozent).

Werbung kommt bei Kunden an

Die Werbung von Nonfood-Discountern erreicht einen spürbaren Teil der Konsumenten. So hat knapp jeder Dritte (31 Prozent) bereits Werbung von Action und KiK wahrgenommen, bei TEDi liegt der Wert bei 26 Prozent und bei Woolworth bei 17 Prozent. Der klassische Handzettel erzielt bei TEDi mit 17 Prozent noch die höchste Aufmerksamkeit, während KiK vor allem durch TV-Werbung (14 Prozent) auffällt. Action erreicht Konsumenten vergleichsweise stärker über Social Media, insbesondere über Instagram (zehn Prozent) und YouTube (acht Prozent). Andere Nonfood-Anbieter erzielen über soziale Netzwerke bislang deutlich geringere Reichweiten.

Veränderter Wettbewerb

Der steigende Besuch von Nonfood-Discountern wirkt sich spürbar auf andere Einkaufsorte aus. 38 Prozent der Konsumenten geben an, dass der Einkauf im Nonfood-Discounter den Besuch in der Innenstadt ersetzt – bei den Jüngeren sogar 55 Prozent. Auch der Fachhandel gerät zunehmend unter Druck: Vor allem in den Sortimenten DIY, Saisonware, Dekoration sowie Schreib- und Spielwaren verlagern Konsumenten ihre Einkäufe, und Nonfood-Discounter stellen hier oftmals schon einen vollwertigen Ersatz zum Fachhandel dar. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck auch für die Nonfood-Discounter selbst zu. So geben 23 Prozent der Konsumenten und 48 Prozent der Jüngeren an, Produkte, die zuvor bei Nonfood-Discountern gekauft wurden, inzwischen verstärkt über Asia-Plattformen wie Temu und Co. zu beziehen.

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