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08. August 2024

Warum ein Pferdeapfel für die Düsseldorfer Kö so wichtig war

Die Königsallee, kurz Kö genannt, ist eine der führenden Luxuseinkaufsstraßen Europas. Charakteristisch für ihre Gestaltung sind der Stadtgraben (auch Kö-Graben genannt) und der eindrucksvolle Baumbestand. Mit fast durchgehend 87 Metern ist sie, von Haus- zu Hausfassade gemessen, die breiteste Straße Deutschlands. 

Statt der gewohnten zwei hat sie vier Gehwege – zwei an den Seiten des Grabens und je einen entlang der Häuserzeilen. 

Kastanienallee, hieß die Kö noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch dann kam der König, Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, ins ansonsten so beschauliche Düsseldorf. Aber es war 1848, die Zeit der revolutionären Umtriebe, und das Volk war wütend über die als ungerecht empfundenen preußischen Verordnungen. Und so empfing eine aufgebrachte Menge an der Kastanienallee den Monarchen auf seinem Weg vom Bahnhof zum Schloss Jägerhof.

Die Menschen johlten und sangen Schmählieder – und warfen mit Pferdeäpfeln nach dem König. Einer soll ihn tatsächlich auch am Mantel getroffen haben. Seine Majestät waren empört, verließ die Stadt und Düsseldorf geriet hernach als „Hauptherd der Anarchie und Unordnung für die Rheinprovinz“ in Verruf. Um den König nach dem Pferdeapfel-Attentat wieder gnädig zu stimmen, beschlossen die Stadtväter im Jahre 1851, die Skandalstraße zu Ehren seiner Majestät in Königsallee umzubenennen.

So verdankt der Boulevard seinen heute weltweit bekannten Namen König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen der Revolution – und einem Pferdeapfel.

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