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20. Februar 2025

Kaufland: Von der Großhandlung zum europäischen Lebensmittelriesen

Kaufland hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1968 zu einem der größten Lebensmitteleinzelhändler in Europa entwickelt. Mit über 1500 Filialen in Deutschland und sieben weiteren Ländern blickt das Unternehmen auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit den Visionen und dem Unternehmergeist von Josef und Dieter Schwarz verbunden ist.

Die Wurzeln von Kaufland reichen bis in die 1930er-Jahre zurück, als Josef Schwarz (1903–1977) als persönlich haftender Gesellschafter in die Südfrüchte Großhandlung Lidl & Co. in Heilbronn eintrat. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen in die Lidl & Schwarz KG umbenannt und zu einem bedeutenden Lebensmittelgroßhändler für die Region Heilbronn-Franken ausgebaut. Der Zweite Weltkrieg brachte jedoch eine Zäsur: Im Dezember 1944 wurde die Stadt Heilbronn, und damit auch die Lidl & Schwarz KG, durch Luftangriffe nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau dauerte bis 1954, als das Unternehmen in neue Räumlichkeiten zog und der Handelskette A&O beitrat.

In den 1960er-Jahren, als Josef Schwarz’ Sohn Dieter in das Unternehmen eintrat, begann die Transformation von einem Großhändler zu einem Einzelhändler. 1968 eröffnete Kaufland seinen ersten Verbrauchermarkt unter dem Namen „Handelshof“ im schwäbischen Backnang. Mit einer Verkaufsfläche von 1000 m² und einem innovativen Selbstbedienungskonzept setzte Kaufland neue Maßstäbe im Lebensmitteleinzelhandel.

Nach dem Tod von Josef Schwarz im Jahr 1977 übernahm Dieter Schwarz die Leitung und führte Kaufland in eine neue Ära. 1984 wurde das erste Kaufland-Warenhaus in Neckarsulm eröffnet, und die Expansion nahm Fahrt auf. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 eröffnete Kaufland sein erstes Warenhaus in Ostdeutschland in Meißen, gefolgt von einer rasanten Eröffnung weiterer Filialen in den neuen Bundesländern. Bis 1993 zählte Kaufland bereits 100 Filialen in Deutschland.

Die internationale Expansion begann 1998 mit der Eröffnung der ersten Kaufland-Filiale in Kladno, Tschechien. In den folgenden Jahren erweiterte Kaufland sein Filialnetz auf weitere mittel- und südosteuropäische Länder wie Polen, Kroatien, Bulgarien, die Slowakei, Rumänien und Moldau. Trotz ambitionierter Pläne für Australien wurden diese jedoch aufgegeben.

In den letzten Jahren hat Kaufland nicht nur sein Filialnetz durch Übernahmen, wie die von Schlecker und Ratio, ausgebaut, sondern auch seine Nachhaltigkeitsziele vorangetrieben. Im Jahr 2021 kündigte das Unternehmen an, bis 2030 die CO2-Emissionen um 80 Prozent im Vergleich zu 2019 zu reduzieren.

Heute beschäftigt Kaufland europaweit rund 155.000 Mitarbeiter und bietet ein Sortiment von durchschnittlich 30.000 Artikeln an, darunter sowohl Herstellermarken als auch Eigenmarken. Mit einem Umsatz von 31,8 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023 ist Kaufland nicht nur ein bedeutender Akteur im deutschen Einzelhandel, sondern auch ein wichtiger Player auf dem europäischen Markt.

Die Geschichte von Kaufland ist ein eindrucksvolles Beispiel für unternehmerischen Weitblick und Anpassungsfähigkeit. Von den bescheidenen Anfängen in Heilbronn bis hin zu einem der größten Discounter Europas – die Erfolgsgeschichte von Kaufland ist noch lange nicht zu Ende.




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