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20. November 2025

Das einst modernste Kaufhaus Europas stand am Berliner Hermannplatz

1929 eröffnete das Karstadt-Warenhaus am Hermannplatz in Berlin mit innovativer Architektur, Rolltreppen und Dachterrasse. Es galt als das modernste Kaufhaus Europas und zeigte eine neue Ära urbaner Handelsimmobilien, bei der Funktionalität und Erlebnis für Kunden erstmals im Fokus standen. Dieses Gebäude symbolisiert den Aufbruch des Einzelhandels in die Moderne.

Der Architekt Philipp Schaeffer ließ das Kaufhaus im Stil des Expressionismus errichten. Die Eröffnung war ein Spektakel: Das Gebäude überwältigte die Berliner und zog auch Touristenmassen an. Ganz anders als die altehrwürdigen Kaufhäuser, die eher Palästen ähnelten, richtete sich hier der Blick in die Zukunft der Konsumgesellschaft – Made in the USA.

Als den Nazis 1945 klar wurde, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei, sprengten sie das Gebäude, um den Sowjets die Lebensmittelversorgung zu erschweren. Das Kaufhaus wurde nach dem Krieg wiedereröffnet, hat aber wenig von dem alten Charakter beibehalten. Der Wiederaufbau war eigentlich beschlossene Sache, aber mit der Pleite des Signa-Konzerns, das hinter dem Kaufhausimperium steht, sind die Planungen vorläufig gestoppt. 


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