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17. Oktober 2024

Als auf der Stuttgarter Einkaufsmeile Königstraße noch Autos fuhren

Ein Teil der Stuttgarter Einkaufsmeile Königstraße war im Mittelalter noch ein Wassergraben. Zur reinen Fußgängerzone wurde sie erst Ende der 70er Jahre, als nicht nur die Autos verbannt, sondern auch die Straßenbahn unter die Erde verlegt wurde. 

Die Königstraße in Stuttgart ist mit 1,2 Kilometern die Hauptgeschäftsstraße der Stadt und eine der meistfrequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands. Ihr oberer Abschnitt, zwischen Bolzstraße und Wilhelmsbau, war im Mittelalter noch ein Wassergraben, der parallel zur Stadtmauer verlief. Etwa um 1450 wurde der Wassergraben im Zuge der Stadterweiterung unter Graf Ulrich von Württemberg zugeschüttet und zu einer Straße umgebaut. 

Unter König Friedrich II. und seinem Nachfolger Wilhelm I. wurde die Königstraße zur Prachtstraße umgestaltet. Die Stadtmauern wurden geschleift, und bis 1843 wurde die zuvor gärtnerisch genutzte Südostseite bebaut. Der Schloßplatz, das optische Zentrum der Königstraße, beherbergt heute das Neue und das Alte Schloss sowie andere bedeutende Bauwerke.

Bis in die 1960er Jahre hinein war die Königstraße für den Automobilverkehr offen, wurde dann aber zur Fußgängerzone umgestaltet. Während der späten 1960er und der 1970er Jahre wurde die Straßenbahn unter die Erde verlegt.

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