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Austausch von Kältetechnik in Supermärkten ist ein komplexes Bau- und Modernisierungsprojekt. Anders als beim Austausch eines Kühlschranks im privaten Haushalt umfasst die Erneuerung in einer Filiale nicht nur den Wechsel einzelner Kühlmöbel, sondern auch umfangreiche Anpassungen an die gesamte Gebäudetechnik.
Nach Angaben von Kaufland dauert ein vollständiger Kältetausch in einer Filiale in der Regel vier bis sechs Monate. Neben neuen Kühlanlagen werden dabei auch Lüftungs- und Dachtechnik modernisiert. Zudem sind im Vorfeld unter anderem Baugenehmigungen und statische Prüfungen erforderlich. „Die Kältetechnik ist das funktionale Zentrum, um das herum die gesamte Filiale energetisch durchdacht wird“, erklärt Paul-Werner Neisser-Deiters, Leiter Energiemanagement bei Kaufland.
Im Mittelpunkt der Modernisierung steht die energetische Optimierung der Filialen. Neue Wärmerückgewinnungssysteme sollen die bei den Kühlanlagen entstehende Abwärme nutzen, um die Verkaufsflächen zu beheizen. Laut Kaufland kann dadurch der Energieverbrauch pro Markt um durchschnittlich rund 220.000 Kilowattstunden im Jahr reduziert werden. Physikalisch betrachtet erzeugen Kühlsysteme keine Kälte, sondern entziehen einem Innenraum Wärme und geben diese an die Umgebung ab. Die dabei entstehende Abwärme wird nach Angaben des Unternehmens künftig nicht mehr ungenutzt abgeführt, sondern in das Heizsystem der Filialen integriert. „Die Abwärme der Kälteanlagen deckt bereits einen Großteil des Heizbedarfs der Filialen ab“, so Paul-Werner Neisser-Deiters. „Die restliche benötigte Leistung wird häufig durch moderne Wärmepumpen ergänzt.“
Wie Kaufland mitteilt, wurden nach dem Geschäftsjahr 2025 bereits mehr als 50 Standorte umfassend modernisiert. Weitere 60 Filialen sollen im laufenden Geschäftsjahr folgen. Nach Unternehmensangaben wird derzeit durchschnittlich mehr als eine Filiale pro Woche technisch modernisiert. „Hier heizen nun vor allem die neuen Kühlmöbel“, sagt Neisser-Deiters über die modernisierten Standorte. Die Umsetzung der Projekte erfolgt in mehreren Schritten – von der Planung und Genehmigung bis zur Übergabe an das technische Gebäudemanagement nach Abschluss der Bauarbeiten.
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