EHI verleiht Auszeichnungen für die besten Technologie-Lösungen

Für die besten Technologien im Handel gab’s die reta awards. Hier Michael Gerling vom EHI mit Andre Montag von Engelhorn und Carsten Feller von Tradebyte. Foto: EHI

Bereits zum 13. Mal hat das EHI die Gewinner der reta awards gekürt. Bei der feierlichen Preisverleihung in der Dr. Thompson‘s Seifenfabrik in Düsseldorf wurden im Rahmen der EuroShop 2020 jeweils drei gleichrangige Preisträger in den vier Kategorien geehrt.

Best Customer Experience

Die Auszeichnung „Best Customer Experience“ bekommen Händler, die zukunftsorientierte Methoden und Technologien eingeführt haben, um die Kundenloyalität und Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Nachfolgend die Preisträger.

Bonprix hat die Vorzüge aus den Welten On- und Offline in seiner App „fashion connect" vereint. Einfach per Smartphone die gewünschten Kleidungsstücke scannen, die Größe wählen und die Umkleidekabine reservieren. Dort warten bereits die ausgewählten Produkte, wenn die Kundin oder der Kunde dort ankommt. Dank integrierter Payment-Optionen geht auch das Bezahlen mit der App schnell von der Hand. Die von GK Software entwickelte App lässt sich nahtlos in das SAP-Ökosystem integrieren und arbeitet in Echtzeit mit allen anderen In-Store-Technologien zusammen.

Miele nimmt Kunde und Kundin in seinem Store in Amsterdam mit auf eine digitale, visuelle und haptische Reise durch die gesamte Miele-Markenwelt. Über virtuelle Regalverlängerungen und digitale Produktinformationen wird die Kundschaft beim Shoppen inspiriert und informiert. Großformatige Displays mit emotionalen Inhalten und LED-Wänden, die mit intelligenter Beleuchtung akzentuiert werden, runden das von xplace entwickelte Konzept ab.

Würth und Wanzl haben das Einkaufen rund um die Uhr möglich gemacht. Während tagsüber das Verkaufspersonal für die Kundschaft da ist, ist es die Würth-App außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Mithilfe dieser können Kunden, egal zu welcher Zeit, den Store betreten und die Wunschprodukte selbst scannen. Der Einkaufskorb wird an der Selbstbedienungskasse automatisch erfasst, während Warensicherungssysteme Ladendiebstähle verhindern.

 

Best Enterprise Solutions

In der Kategorie „Best Enterprise Solution“ werden Handelsunternehmen ausgezeichnet, die ihre Effizienz durch die Entwicklung und Implementierung innovativer Systeme und Technologien gesteigert haben.

Cordes & Gräfe hat das Leben von Handwerkerinnen und Handwerkern leichter gemacht. Dank der innovativen Lösung „GC CarLoad" können Produkte über Nacht direkt in den Kofferraum der Kundschaft geliefert werden. Die kostspielige Verwaltung physischer Schlüssel wird dabei durch die digitalen Schlüssel von T-Systems „MIA Mobile Identity & Access" überflüssig.  

Getränke Hoffmann hat seinen Ladenbau noch effizienter gemacht. Gemeinsam mit VR Insight wurde eine Virtual-Reality-App entwickelt, mit der Filialen virtuell geplant werden können. Bereits vor dem eigentlichen Bau lässt sich die Filiale „durchwandern“, und verschiedene Szenarien können durch die Feinabstimmung von Produktplatzierungen, Regalen, In-Store-Promotion und Einrichtungselementen im virtuellen Raum in Echtzeit getestet werden.

MediaMarktSaturn hat die Zufriedenheit seiner Kundschaft erhöht. Mithilfe des Algorithmus von CB4, der historische Verkaufsdaten analysiert und auf Basis dieser die Nachfragemuster und Verkaufskorrelationen der Verbraucher für jedes Geschäft offenlegt, konnten die Produktbestände in den Filialen optimiert und die Warenpräsentation verbessert werden. Eine App informiert die Filialleiter über Ladenhüter und liefert Lösungsvorschläge.

Best Instore Solutions

Handelsunternehmen, die durch den Einsatz von Technologie am POS einen nachweisbaren operativen Mehrwert erreicht haben, konnten in dieser Kategorie überzeugen.

Ikea Italy verhindert Warteschlangen in seinen Gastronomiebereichen. Möglich wird dies durch iTray –  KI-basierte Selbstbedienungskassen von Diebold Nixdorf, die per Kameras und Sensoren selbstständig erkennen, welches Gericht sich auf dem Tablett von Kundin oder Kunde befindet. Die Kundschaft muss das Produkt nur noch bestätigen und kann ihr Gericht genießen. Das Personal hat somit mehr Zeit für die Kunden.  

Die Metro hat den Checkout-Prozess an ihren SB-Kassen optimiert. Die Kundschaft kann die ausgewählten Produkte mit dem eigenen Smartphone per App oder mit einem Selbstbedienungs-Handheld selbständig scannen. An der Kasse verifiziert eine Validierungseinheit die Einkäufe in einem von Bizerba entwickelten mehrstufigen Prozess, in dem nicht gescannte Artikel zuverlässig erkannt werden.

Netto Marken-Discount hat als erster Lebensmitteleinzelhändler in Europa eine innovative Verpackungstechnologie für seine Kassen eingeführt, die den Kassierprozess für Mitarbeiter deutlich erleichtert. Mithilfe der so genannten Digimarc-Technik werden zusätzlich zum vorhandenen GTIN-Code zahlreiche „unsichtbare“ Barcodes auf der gesamten Verpackung aufgedruckt. Diese Digimarc-Barcodes werden schneller gefunden und erkannt als herkömmliche Barcodes. Über 2000 Netto-Eigenmarkenartikel-Verpackungen sind bereits mit der Technologie ausgestattet und beschleunigen die Kassierabläufe für Mitarbeiter und Kunden.

Best Omnichannel Solution

Diese Auszeichnung erhalten Einzelhandelsunternehmen, die ihre IT-Infrastruktur modernisiert und die Online- und Offline-Welt miteinander verbunden haben.

Decathlon USA betreibt einige Pilotstores bargeldlos. Möglich macht es die mobile, cloud-basierte Omnichannel-Lösung von NewStore, die in die bestehenden mobilen Bezahl-Terminals integriert wurde. Per iPhone kann das Filialpersonal zum Beispiel Produktbestände bestätigen und Einkäufe über eine mobile Kassenstation von jedem Ort im Store aus abwickeln. Dafür wird der physische Warenkorb an der Kassenstation per RFID erfasst. Per QR-Code-Scan wird der Warenkorb dann in die Kunden-App übertragen, über die direkt bezahlt werden kann.

Engelhorn hat eine neue Partner-Plattform geschaffen. Über die eingesetzte Marktplatz-Lösung von Tradebyte können jetzt auch Partnerunternehmen Produkte im Engelhorn-Onlineshop anbieten und werden dort auch als Lieferanten gelistet. Dadurch wurde das bisherige Produktangebot um das der Partner erweitert, gleichzeitig wurde die Verfügbarkeit von Produkten verbessert.

Otto hat sein Plattformkonzept optimiert. Wenn die Kunden auf otto.de stöbern, können sie durch Angabe einer Postleitzahl sehen, ob ein bestimmtes Produkt im Umkreis von 50 Kilometern verfügbar ist. Aktuell zeigt der Onlineshop für mehr als 29.000 Produkte die lokale Verfügbarkeit an.