Kontaktnachverfolgung für unkomplizierten Einkauf

Die luca App soll bei Shopping-Center-Betreibern wie ECE und Unibail-Rodamco-Westfield sowie bei vielen großen Händlern die Kontaktverfolgung erleichtern. Foto: luca-app.de

Die ECE will in ihren Shopping-Centern bundesweit in gut 10.000 Shops die neue luca App nutzen, die eine sichere Nachverfolgung von Kontakten per Smartphone ermöglicht. Gleiches gibt Unibail-Rodamco-Westfield bekannt.

Auch viele große Einzelhandelsunternehmen wie Breuninger, Deichmann, KiK, s.Oliver und Thalia sowie die Katag, die als Europas größter Fashion-Dienstleister 350 Handelspartner an 1600 Standorten hat, und die ANWR Group, die 5000 Unternehmen mit 10.000 Standorten vertritt, stehen hinter luca. Zudem unterstützt der German Council of Shopping Places (GCSP) das Modell.

Bekannt ist die App unter anderem, weil sich Rapper Smudo von den Fantastischen Vier an der Entwicklung beteiligt hat. Bereits bis heute wurde die App über eine Million mal heruntergeladen.

Einfaches Prinzip

Das luca-Prinzip funktioniert ganz simpel: Jeder Laden hinterlegt digital seinen Standort und hängt einen QR-Code ins Schaufenster. Der Kunde lädt sich die App auf sein Smartphone, hinterlegt seine Kontaktdaten, scannt den QR-Code und checkt so im Laden ein. Werden nun Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet, kann das örtliche Gesundheitsamt die Kontakte im Laden über das verschlüsselte System innerhalb kürzester Zeit nachverfolgen und Infektionsketten schnell unterbrechen.

 

Joanna Fisher, CEO ECE Marketplaces: „Wir freuen uns auf unsere Kunden und bereiten uns jetzt gemeinsam mit unseren Mietern intensiv auf die Wiedereröffnung der Geschäfte vor – mit allen erforderlichen Präventionsmaßnahmen und Auflagen. Dabei setzen wir für alle unsere 100 Center sowie die 50 Fachmarktzentren unseres Joint-Ventures MEC gemeinsam mit dem Handel auf die luca App, die eine einfache und datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung ermöglicht. Auch wenn die App in den kommenden Tagen erst nach und nach genutzt werden kann, noch einige politische Entscheidungen ausstehen und es natürlich immer auch alternative Möglichkeiten geben wird, seine Kontaktdaten zu hinterlegen, wäre es toll, wenn sich möglichst viele Kundinnen und Kunden schon jetzt die App herunterladen würden, damit der Einkauf künftig so unkompliziert wie möglich ist.“

Garant für sichere Öffnung

Andreas Hohlmann, Managing Director Germany von Unibail-Rodamco-Westfield: „Ähnlich wie
die anderen Unterstützer des Bündnisses ‚Leben im Zentrum‘ sehen auch wir in der luca App eine
sinnvolle, ergänzende Lösung zur digitalen Kontaktnachverfolgung. Zusammen mit der endlich an
Fahrt aufnehmenden Impf- und Teststrategie der Bundesregierung und unserem über viele
Monate erprobten und kontinuierlich weiterentwickelten Hygienekonzept, ist sie ein weiterer
wichtiger Garant für eine sichere Wiedereröffnung des gesamten stationären Handels. Wir
erwarten hinsichtlich der bundesweiten Einführung und Finanzierung der luca App ein klares
Signal von Seiten der Politik.“

Gesundheitsämter entlasten

Patrick Hennig, CEO von luca-Erfinder Culture4life, erklärt: „Wir sind angetreten, um mit luca die Gesundheitsämter zu entlasten. Dazu müssen möglichst viele mitmachen. Deswegen ist es eine tolle Nachricht, dass der Einzelhandel hier einen Schritt nach vorne macht. Luca ist eine Datenautobahn in die Gesundheitsämter – mit Spuren in zwei Richtungen. Per Mausklick können mögliche Betroffene einer Infektionskette in Minutenschnelle nach der Risikoeinschätzung durch die Gesundheitsämter informiert werden. Infektionsketten können bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt und unterbrochen werden. Dabei war es uns wichtig, dass die Anwendung für Nutzer so einfach wie möglich ist.“

Smudo: luca hat Potenzial

Auch das Bündnis der großen Einzelhändler „Das Leben gehört ins Zentrum“, welches die ECE mit initiiert hatte, sieht in der luca App eine perfekte Ergänzung. Unternehmen wie die ANWR Group, Breuninger, Deichmann, Katag, KiK, s.Oliver und Thalia wollen die neue App daher ebenfalls einsetzen. Smudo, Mitglieder der Fantastischen Vier und Mitgründer der luca App: „Super, dass so viele Menschen das Potenzial von luca erkennen. Wir freuen uns, wenn luca ein Werkzeug ist, das hilft, die Pandemie zu bekämpfen und gesellschaftliches Leben wieder möglich zu machen. Luca ist smarte Technologie für smarte Lösungen.“

Unterstützung vom Datenforscher

Die Perspektiven erster Öffnungsschritte täuschen nicht über die Tatsachen hinweg, dass es jetzt vieler weiterer Anstrengungen bedarf, um ein sicheres und schönes Shopping-Erlebnis sowie auch kulinarisches Gastro-Erlebnis  wieder möglich zu machen, meint der GCSP. Luca sei dabei ein wichtiger Baustein. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit von Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink, erläutert: „Als Datenschützer unterstütze ich die luca App aus voller Überzeugung. Dieses Tool ist eine wertvolle Ergänzung der bisherigen staatlichen Schutzmaßnahmen zur Nachverfolgung von Kontakten während der Pandemie. Wir haben die App technisch und rechtlich geprüft. Sie erfüllt unsere hohen Datenschutz-Standards. Die Dokumentation der erfolgten Kontakte wird auf technisch höchstem Stand verschlüsselt, und es liegt allein in der Hand des luca-Nutzers, ob, wann und mit wem er diese sensiblen Daten teilen möchte."

Das Team hinter der Luca-App setzt sich zusammen aus der neXenio GmbH, einer Ausgründung des Hasso-Plattner-Instituts, der Bundesdruckerei, Fraunhofer AISEC und einigen Kulturschaffenden, wie der Band „Die Fantastischen Vier“. Die Kosten für die App sollen der Bund oder die Gesundheitsämter übernehmen.