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Der schwedische Möbelkonzern IKEA plant die Einführung eines neuen Filialkonzepts in Deutschland. Wie das Unternehmen bestätigt hat, soll der erste so genannte Small Store hierzulande in Ingolstadt entstehen. Die Eröffnung des Geschäfts ist für Mitte des Jahres vorgesehen.
Der neue Standort soll auf einer derzeit leer stehenden Fläche Am Westpark 3 eingerichtet werden. Zuvor befand sich dort das Polstermöbelgeschäft Multipolster. Medienberichten zufolge wird sich die Filiale damit im Westen der Stadt, gegenüber dem Westpark, ansiedeln. Ein Standort in der Ingolstädter Innenstadt, über den zuvor spekuliert worden war, gilt damit als unwahrscheinlich.
Mit dem Small-Store-Konzept verfolgt IKEA das Ziel, stärker in kleineren Städten und Vororten präsent zu sein. Die kleineren Einrichtungshäuser sollen das bestehende Netz großer Möbelhäuser ergänzen und näher an den Alltag der Menschen rücken. Hinter der Expansion steht die Ingka Group, der weltweit größte Betreiber von IKEA-Einrichtungshäusern. Das Unternehmen hat kürzlich eine neue Phase seiner internationalen Expansion angekündigt. Deutschland sei Teil dieser Initiative, teilte IKEA mit, wobei Ingolstadt als erster Standort für das neue Format vorgesehen sei. In den kommenden sechs Monaten sollen nach Angaben der Ingka Group insgesamt 20 Small Stores entstehen. Geplant sind Standorte unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Kanada. Auch die französische Stadt Limoges soll einen solchen Markt erhalten.
Die neuen Filialen unterscheiden sich in Größe und Sortiment deutlich von den klassischen IKEA-Möbelhäusern. Der Schwerpunkt liegt weniger auf großen Möbelstücken, sondern stärker auf Produkten des täglichen Bedarfs. Nach Angaben des Unternehmens sollen mehr als 2000 Einrichtungsgegenstände und Accessoires angeboten werden. Ergänzt wird das Angebot durch Planungsservices, digitale Angebote sowie ein ausgewähltes Gastronomie- und Lebensmittelangebot.
Mit dem neuen Standort in Ingolstadt könnte zugleich eine Lücke auf der IKEA-Landkarte in Bayern geschlossen werden. Die nächstgelegenen großen Möbelhäuser befinden sich derzeit in Augsburg, Eching, Regensburg und Nürnberg. Weitere Details zur Größe oder genauen Ausstattung der Ingolstädter Filiale hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht. Insgesamt sollen die neuen Läden nach Unternehmensangaben zugänglicher, erschwinglicher und nachhaltiger sein und stationäre sowie digitale Einkaufsmöglichkeiten stärker miteinander verbinden.
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