EHI-Studie beleuchtet Trends der Handelsgastronomie

Belegte Brötchen sind die Number One in der Handelsgastronomie. Symbolbild: Pixabay / congerdesign

Der Handel punktet mit seinem kulinarischen Angebot bei der Kundschaft – am stärksten in der Mittagszeit sowie in der zweiten Wochenhälfte und am häufigsten mit den Klassikern der Handelsgastronomie. Die Kundschaft wünscht sich zwar „Grünen Konsum“, greift aber doch sehr viel häufiger zum belegten Brötchen. So einige Ergebnisse der EHI-Studie Handelsgastronomie in Deutschland 2020.

Rund die Hälfte der befragten Handelsunternehmen stuft die Bedeutung der Handelsgastronomie durchschnittlich als hoch bis sehr hoch ein. Der Umsatz mit dem gastronomischen Angebot im deutschen Einzelhandel betrug 2019 immerhin rund zehn Milliarden Euro. Dabei greift die Kundschaft meist mittags bei den Angeboten in den Vorkassenzonen, der To-go-Convenience und bei gastronomischen Angeboten auf der Fläche zu. Die Mehrheit erreicht ihre Frequenzspitzen im klassischen Mittagsgeschäft zwischen 11 und 14 Uhr. In Bezug auf die Wochentage liegen bei vielen Handelsunternehmen die Umsätze von Montag bis Mittwoch bereits auf einem guten Niveau und steigen größtenteils von Donnerstag bis Samstag weiter an. Auch wenn zunehmend eine Nachfrage nach „Grünem Konsum“ auszumachen ist: Die meistverkauften Speisen sind nach wie vor belegte Brötchen, Frikadellen und Schnitzel.

 

Überwiegend in Eigenleistung

Die handelsgastronomischen Angebote werden überwiegend eigenständig durch die Händler betrieben. Der gastronomische Anteil durch Eigenleistung liegt sowohl im Lebensmitteleinzelhandel wie auch im sonstigen Einzelhandel bei mehr als 70 Prozent. Gegenüber 2018 ist allerdings die Tendenz zu erkennen, dass Gastronomieeinheiten nun häufiger an Vertragspartner vergeben werden.

Investitionen in Ladenbau

Um den Bedürfnissen der Kundschaft nachzukommen, rüsten die Unternehmen nach. Auch wenn durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Investitionsvorhaben teilweise verschoben sind: Die Hälfte der befragten Händle*‘innen gab an, in den nächsten drei Jahren in Ladenbau-Maßnahmen investieren zu wollen. In diesem Zusammenhang sollen auch Ausstattungen angeschafft und erneuert werden, die im direkten (Sicht-)Kontakt zur Kundschaft stehen, wie digitale Displays, Frontcooking-Einheiten, Kühltheken oder Kaffeemaschinen. In den Bereichen Investitionsgüter, Technik und Ladenbau werden zunehmend modulare und flexible Systeme gefordert, um auf Kundenwünsche schneller reagieren zu können. Darüber hinaus sind bei etwa einem Drittel der befragten Händler*innen Investitionen in Digitalisierung für die Gastronomie geplant, zum Beispiel Bestellsysteme, Software sowie digitale Services.

Handelsgastronomie-Kongress

Am 27. Oktober 2020 lädt das EHI zum dritten Handelsgastronomie-Kongress in das Radisson Blu Hotel nach Frankfurt am Main ein. Händler und Gastronomie-Experten aus der DACH-Region, Hersteller und Dienstleistungspartner diskutieren über Best-Practices sowie erfolgsversprechende Strategien und Konzepte für die Handelsgastronomie. Herausragenden Konzepten wird dort am Abend der GASTRO STAR verliehen.