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22. Januar 2026

Spielwarenkette ROFU im Insolvenz-Verfahren

MEHR ALS 100 FILIALEN IN SIEBEN BUNDESLÄNDERN BETROFFEN
ROFU Spielwaren hat Insolvenz angemeldet.
Foto: ROFU

Der traditionsreiche Spielwarenhändler ROFU Kinderland steht vor einer ungewissen Zukunft: Das Unternehmen hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Damit bangen rund 1970 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hatte bereits am 19. Januar ein vorläufiges Verfahren angeordnet.

Mit 104 Filialen in sieben Bundesländern zählt ROFU zu den bedeutenden Anbietern für Spielwaren, Babybedarf und Kinderbücher in der Region. Seit über 40 Jahren verkauft das Unternehmen bekannte Markenprodukte sowie Schulhefte, Bastelsets, Puzzles und Gesellschaftsspiele.

Neuer Investor gesucht

Laut Unternehmensangaben trifft die aktuelle Wirtschaftslage auch den Spielwarenhandel hart. Steigende Kosten, intensiver Wettbewerb und anhaltende Konsumzurückhaltung hätten ROFU stark belastet. Ausschlaggebend für den Insolvenzantrag sei insbesondere das schwache Weihnachtsgeschäft gewesen. Die vorläufige Sachwalterin Annemarie Dhonau betont, dass das Eigenverwaltungsverfahren dem Unternehmen eine Zukunftsperspektive eröffne. In den kommenden Monaten soll das Verfahren im Interesse der Gläubiger begleitet werden. Parallel dazu sucht die Geschäftsführung nach einem neuen Investor, um das Unternehmen und alle Filialen langfristig zu erhalten. Das aktuelle Management mit den Geschäftsführern Michael Fuchs und Michael Edl bleibt im Amt und wird bei der Sanierung von externen Spezialisten unterstützt.

Betrieb läuft weiter

Für Kunden gibt es vorerst Entwarnung: Die Fachmärkte bleiben zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet, der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Auch der Onlineshop bleibt aktiv. Die Gehälter der Mitarbeiter seien laut Geschäftsführung für drei Monate durch Insolvenzgeld gesichert. Wie es danach weitergeht, hängt vom Verlauf der Sanierung und der Suche nach einem Investor ab.

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