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Das Drama um Sausalitos spitzt sich zu: Wie kürzlich bei HI HEUTE berichtet, hat die Gastro-Kette Insolvenz angemeldet. Zahlreiche Restaurants müssen jetzt schließen.
Einst zählte das Unternehmen 34 unternehmenseigene Lokale in Deutschland, inzwischen sind davon nur noch 16 übrig. Zusätzlich bestehen derzeit noch zwei weitere Standorte, die von Franchise-Nehmern betrieben werden. Doch auch dort ist das Fortbestehen ungewiss: Der Betreiber des Restaurants in Osnabrück hat bereits zum Ende Juli gekündigt. Und in Dortmund wird der verbliebene Sausalitos-Standort ebenfalls noch in diesem Monat die Türen schließen.
In vielen Städten stehen Gäste inzwischen vor verschlossenen Türen – und oft auch vor einem Abschiedsschild, das mit emotionalen Worten den Abschied verkündet: „Hola Amigas und Amigos, mit schwerem Herzen müssen wir euch mitteilen, dass wir unseren Sausalitos-Betrieb geschlossen haben. Es war eine unglaubliche Reise mit euch allen.“ Die Reise begann 1994 mit der ersten Filiale in Ingolstadt – ein gastronomisches Konzept, das vor allem bei jungen Menschen für seine Cocktail-Auswahl, lockere Atmosphäre und mexikanisch inspirierte Speisen beliebt war.
Doch wirtschaftlich geriet das Unternehmen in den vorigen Jahren zunehmend unter Druck. Die Corona-Pandemie traf die Gastronomiebranche hart – auch Sausalitos blieb davon nicht verschont. Hinzu kam eine veränderte Ausgehkultur mit zurückhaltenderen Konsumgewohnheiten bei den Gästen. Am 19. März verkündete Insolvenzverwalter Michael Schuster von der Kanzlei Jaffé öffentlich, dass Sausalitos in einem Sanierungsverfahren neue Investoren suche. Seitdem bangen rund 1000 Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze. Trotz intensiver Bemühungen konnte bisher kein tragfähiges Zukunftskonzept mit Investoren gefunden werden.
Zu den bereits geschlossenen Standorten zählen unter anderem zwei Filialen in Berlin (Fasanenstraße und Uber Platz), zwei in Köln (Hohenzollernring und Heumarkt) sowie Restaurants in Hamburg (Bergedorf und Chilehaus), Hannover (Lister Meile und Osterstraße), Düsseldorf (Bolkerstraße), Bielefeld, Essen, Krefeld, Karlsruhe, Landshut, Wolfsburg, Braunschweig, Stuttgart (Marienstraße) und Wuppertal. Aktuell betreibt Sausalitos noch Lokale in Stuttgart, Saarbrücken, Regensburg, Nürnberg, Mannheim, Mainz, Heilbronn, Göttingen, Darmstadt, Bochum, Bonn, Augsburg sowie drei Filialen in München (Pasing, Sonnenstraße und Tal). Doch auch dort steht der Fortbestand auf wackligen Beinen.
Der Sprecher des Insolvenzverfahrens, Sebastian Brunner, erklärt: „Bei einigen Lokalen stand bereits vor dem Insolvenzverfahren fest, dass sie geschlossen werden sollen. Die Insolvenz betrifft ausschließlich die unternehmenseigenen Lokale. Die Franchise-Nehmer sind davon nicht betroffen.“ Zum jetzigen Zeitpunkt betrifft das noch die Filialen in Düsseldorf und Osnabrück – wobei der Standort in Osnabrück schon bald Geschichte sein wird. Ob sich das Unternehmen unter neuem Dach stabilisieren kann, bleibt offen. Bis dahin heißt es für viele Stammgäste, Abschied zu nehmen.
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