Der Rechtsstreit zwischen Peter Pane und Hans im Glück geht nun in die nächste Runde

Die Klage der Paniceus Gastro Systemzentrale (Peter Pane) gegen Hans im Glück wird demnächst die Richter beschäftigen- Symbolbild: Pixabay / Activedia

Kein Vergleich vor dem Landgericht München: Nach einer Klage der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH gegen die Burgergrill-Kette Hans im Glück konnte die seit mehr als einem Jahr andauernde juristische Auseinandersetzung der Kontrahenten nicht durch einen Vergleich beendet werden. Der Burger-Streit geht nun in die nächste Runde.

Hintergrund der Schadenersatzforderung: Paniceus war Franchisenehmer von Hans im Glück, bis Inhaber Patrick Junge 2016 unerwartet die Kündigung erhielt. Zwölf ehemalige Hans-im-Glück-Restaurants hatte er in der Folge sehr kurzfristig in sein neues Konzept Peter Pane überführt. Erstmalig in der Geschichte der deutschen Systemgastronomie sei es gelungen, aus einer nicht vorhersehbaren Kündigung eines Franchisevertrages binnen weniger Wochen ein vollkommen neues Format aufzubauen, so Paniceus.

 

Dennoch habe diese Kündigung mit den anschließenden Rechtsstreitigkeiten für Paniceus zu erheblichen finanziellen Schäden geführt, beklagt die Gesellschaft. Rund 4,2 Millionen Euro möchte Patrick Junge von Hans im Glück erstattet haben – Geld, das er investiert habe, um die Zukunft der Restaurants und die Arbeitsplätze von 700 Mitarbeitern zu sichern. Hans im Glück hingegen reklamierte, durch die Kündigung des Vertrages selbst erhebliche Schäden erlitten zu haben.

Die Ausführungen des Gerichts hätten Paniceus in seiner Rechtsposition bestärkt, ließ das Unternehmen nach dem Gerichtstermin wissen. Dennoch sei Patrick Junge bereit gewesen, in vertretbarem Rahmen am Vergleich mitzuwirken. Eine Einigung der ehemaligen Geschäftspartner ist aber nicht gelungen. So wird der Prozess nun in der Hauptsache verhandelt.