Viele Restauranteröffnungen und eigenes Gebäudekonzept für Freestander

Edles Ambiente: L'Osteria im Künstlerhaus München. Foto: L'Osteria
Blick in den Gastraum der Dortmunder Niederlassung. Foto: L'Osteria
Erfolgskonzept: Pizza e Pasta, offene Küche und Bar. Foto: L'Osteria

L’Osteria ist auf dem Vormarsch: Noch bis Jahresende eröffnen allein in Deutschland sechs neue Restaurants des italienisch geprägten Food-Formats. Ein Store im englischen Bristol befindet sich ebenfalls in der finalen Bauphase.

1999 hatten die L’Osteria-Gründer Friedemann Findeis und Klaus Rader eine kleine, aber florierende Pizzeria an der Pirckheimer Straße in Nürnberg übernommen. Weil zur Eröffnung kein Koch da war und komplizierte Fleisch- und Fischgerichte somit ausfielen, servierten sie den hungrigen Gästen „Pizza e Pasta“.

Grundstein für eine Gastronomie-Kette, die heute an bald 70 Standorten in vier Ländern vertreten ist und 2015 einen Jahresumsatz von 87,8 Millionen Euro machte. Allein in diesem Jahr sind Restaurants in Bochum, Offenbach, an der Münchner Elisabethstraße, im Posthotel Trier, in Kassel sowie in der Wiener Florianigasse zur „Famiglia“ hinzu gekommen. Kurz vor der Vollendung stehen aktuell Restaurants in Erlangen, Essen, Darmstadt, Dresden, Ingolstadt und Köln.

 

Expansion in weitere Länder

Für 2017 sind nach Auskunft des Unternehmens ebenfalls schon einige Standorte geplant – sowohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz als auch in England. „Die weitere Expansion nach Portugal, in die Niederlande und nach Tschechien ist im Gespräch“, lassen die Eigentümer verlauten. „Hierbei handelt es sich sowohl um Pläne für L’Osterien von Franchisenehmern als auch Joint-Venture-Partnern. Derzeit sind bereits rund 20 Eröffnungen fürs nächste Jahr angedacht.“ Wann genau die Niederlassungen öffnen, steht noch nicht fest.

Mediterrane Lebensart zelebrieren

Pizza, die weit über den Tellerrand hinausragt, oft mit zwei unterschiedlich belegten Hälften, Pasta aus der eigenen Manufaktur am Urstandort Nürnberg, dazu Antipasti, Salate, Dolce und eine wechselnde Wochenkarte mit italienischen Spezialitäten, deren Komponenten zum Großteil aus dem Stiefelland importiert sind, kommen bei den Gästen offenbar gut an. Offene „Cucina“ und Bar vermitteln mediterrane, komminukative Atmosphäre.

Konkurrenz belebt das Geschäft

L’Osteria bevorzugt 2-A/B-Innenstadtlagen in Städten ab 80.000 Einwohner. Ideal sei jeweils eine Süd/West-Ausrichtung mit hohen Fensterfronten und einem großzügigen Außenbereich im Einzugsgebiet einer Einkaufsstraße, vieler Büros und beliebter Szeneviertel mit studentischem Umfeld, so die Inhaber. Im Umkreis von rund einem Kilometer um den Restaurant-Standort sollten sich täglich 5000 bis 10.000 Büroangestellte aufhalten. Und da Konkurrenz das Geschäft belebt, sollten in der näheren Umgebung weitere Gastronomiebetriebe liegen oder genehmigungsfähig sein.

Eigens entworfenes Gebäude

Für Alleinlagen haben die Systemgastronomen den „L’Osteria-Freestander“ entwickelt – ein frei stehendes, eigens entworfenes Gebäude, das von innen wie außen italienisches Flair verbreitet und den Ansprüchen der Betreiber an eine Immobilie besonders entgegenkommt. Dabei geht es vor allem um den industriellen Look der Fassade, einen möglichst quadratischen Grundriss, der die offene Küche ins Zentrum rückt, eine geschickte Lösung der Anlieferungswege und hohe Räume, in denen das L’Osteria-Inneneinrichtungsteam mit einem ausgeklügelten Lichtkonzept und Stilmix das gemütliche, für L’Osteria typische Ambiente schaffen kann. Um sich noch flexibler an Standorte anpassen zu können, plant das Unternehmen gerade zusätzlich eine kleinere Version des Freestanders.

 

Erstellt von Susanne Müller