Restaurantkette zahlt im März 100 Prozent Lohnzuschlag

Derzeit haben alle 120 L’Osteria-Restaurants geschlossen. Foto: L’Osteria
CEO und Vorstandsvorsitzende der FR L’Osteria SE Mirko Silz. Foto: L’Osteria

L‘Osteria hat aufgrund der aktuellen Situation und zur Eindämmung des Corona-Virus alle Restaurants in Deutschland vorübergehend geschlossen. Zudem sind sämtliche Take-Away- sowie Delivery-Aktivitäten eingestellt. Das Unternehmen trägt dabei Fürsorge für seine Mitarbeiter.

Die Entscheidung betrifft sowohl die eigenen Restaurants der FR L’Osteria SE als auch die Restaurants der Joint-Venture- und Franchisepartner. Insgesamt verabschieden sich somit bundesweit 102 Restaurants in eine Corona-bedingte Pause. Die Markengastronomie plant den Betrieb aller L‘Osterien wieder aufzunehmen, sobald es die gesellschaftliche und politische Lage erlaubt.

Dazu erklärt der CEO und Vorstandsvorsitzende der FR L’Osteria SE, Mirko Silz: „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Partner und Gäste liegt uns sehr am Herzen. Es wäre unverantwortlich, in der jetzigen Situation unsere Restaurants noch länger geöffnet zu lassen. Aus diesem Grund haben wir uns zu diesem Schritt entschieden.“

Hausaufgaben gemacht

L’Osteria war gut vorbereitet und hat die Krise von Anfang an ernst genommen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns gemeinsam mit unserem Krisenteam mit jedem dankbaren Szenario auseinandergesetzt“, sagt Mirko Silz. Je länger die Krise jedoch andauert, umso klarer wurde es für den Vorstandsvorsitzenden, dass der Aufwand, die Restaurants weiter eingeschränkt zu betreiben, in keinem Verhältnis zum Einsatz finanzieller Mittel stand. „Außerdem spürten wir die immer größer werdende Verunsicherung der Bevölkerung und damit verbundenen geänderten Verhaltensweisen“, erklärt Silz weiter.

 

Zeichen der Wertegemeinschaft

Die rund 5000 Mitarbeiter, die bundesweit bei der FR L’Osteria SE und deren Partner beschäftigt sind, sollen jedoch nicht in ein finanzielles Loch fallen. „Wir werden den Mitarbeitern auf Basis der tarifvertraglichen und gesetzlichen Kurzarbeitergeldregelungen den Lohn im Monat März auf 100 Prozent aufstocken“, gibt Mirko Silz bekannt. Besonders stolz sind er und sein Vorstandskollege Clive Patrick Scheibe darauf, dass sich alle Joint-Venture- und Franchisepartner dieser Entscheidung anschließen. „Ein großartiges Zeichen unserer Wertegemeinschaft“, so die beiden Vorstandsmitglieder. Für die Zeit danach gibt es derzeit zwei Optionen laut dem CEO: Ab dem Monat April würde die tarifvertragliche Aufstockung auf 90 Prozent greifen. Zudem sei man in intensiven Gesprächen mit zwei Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, um diese mit geliehenen Arbeitskräften in der aktuellen Ausnahmesituation zu unterstützen. „In diesen turbulenten Zeiten ist es für uns nicht nur essenziell wichtig, als La Famiglia zusammenzuhalten, sondern auch der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, so Mirko Silz.

Optimistischer Blick nach vorn

Die aktuelle Liquiditätssituation des Unternehmens ist gut. „Dienstleister, Banken, Lieferanten und Vermieter senden uns durchweg positive Signale. Das ist für uns in dieser besonderen Situation sehr hilfreich“, sagt Silz. Der Vorstandsvorsitzende betont auch: „Wir verschwinden nicht vom Markt. Wir reagieren nur auf die aktuelle Situation.“ Der L’Osteria-CEO geht davon aus, dass die Branche nach der Krise ein stark verändertes Wettbewerbsumfeld vorfinden wird. Eines ist für ihn jedoch klar: „Sobald wir in Deutschland wieder zur Normalität zurückkehren und es uns gestattet sein wird, wollen wir mit all unseren Mitarbeitern und Partnern sowie mit voller Kraft und hundertprozentigem Engagement unsere Gäste wieder mit Pizza und Pasta in gewohnter Qualität verwöhnen. Dies gilt insbesondere auch für all unsere Aktivitäten im europäischen Ausland.“