Das weltweit größte Bürogebäude aus Lehm wurde vor 100 Gästen in Darmstadt getauft

Richtfest für den neuen Alnatura-Camus: Architekt Martin Haas (haascookzemmrich STUDIO 2050), Gründer und Geschäftsführer Alnatura Prof. Dr. Götz Rehn und Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt. Jochen Partsch. Foto: Alnatura

Am gestrigen Montag feierte Alnatura mit rund 100 Gästen das traditionelle Richtfest für seinen zukünftigen Campus in Darmstadt. Neben Oberbürgermeister Jochen Partsch folgten sowohl zahlreiche Partnerfirmen sowie Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft der Einladung des Unternehmens.

 

Der Alnatura Campus ist, wie bereits das im Jahr 2014 fertig gestellte Hochregallager im südhessischen Lorsch, das zweite wegweisende Bauprojekt von Alnatura in seiner fast 40-jährigen Unternehmensgeschichte. Auf einem Areal von über 55.000 Quadratmetern entsteht nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros haascookzemmrich STUDIO 2050 das neue Firmen-Areal, darunter die Alnatura Arbeitswelt, die mit einer Bruttogeschossfläche von 13.500 Quadratmetern 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Lauf der zweiten Jahreshälfte 2018 ein neues Zuhause werden soll.

Alnatura Arbeitswelt und KinderNaturGarten führen den Straßennamen „Mahatma-Gandhi-Straße“

Unternehmensgründer und Geschäftsführer Prof. Dr. Götz Rehn sprach allen Bauhandwerkern, Projektbeteiligten und Mitarbeitern seinen Dank aus und betonte in seiner Ansprache, dass der Anspruch an ein durch und durch nachhaltig erbautes Gebäude dem Leitgedanken „Sinnvoll für Mensch und Erde“ in allen Punkten gerecht werden müsse. Hieraus erwachse für alle am Bau beteiligten Akteure ein hohes Maß an Verantwortung. Auch ein besonderes Gespür für Ästhetik sei unerlässlich. „Die Ästhetik ist die Ausdrucksform, die uns Menschen ebenbürtig ist“, konstatiert Rehn. Er forderte auf, die Umwelt zur Mitwelt zu machen. Diese konsequente Haltung müsse und werde sich nicht zuletzt auch im Campus widerspiegeln, so Rehn. Besonders erfreut zeigte sich Rehn über eine Genehmigung der Stadt Darmstadt. Diese bestätigte unlängst, dass die Alnatura Arbeitswelt und der NaturKinderGarten den Straßennamen „Mahatma-Gandhi-Straße“ führen dürfen.

„Pionier, Wegbereiter und Bahnbrecher“


Oberbürgermeister Jochen Partsch zeigte sich in seiner Rede sichtlich beeindruckt und bezeichnete Alnatura als „Pionier, Wegbereiter und Bahnbrecher“. Für Partsch hat das Unternehmen Alnatura Vorbildfunktion. „Aus wirtschaftspolitischer Sicht zähle ich Alnatura zu den ganz wichtigen Flaggschiffunternehmen in Deutschland, die Referenzen für die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie setzen, und das in Darmstadt zentral ist für die Positionierung als Standort nachhaltigen Wirtschaftens“, so Partsch weiter.

Sinnvoll für Mensch und Erde


Auch Architekt Martin Haas dankte allen Bauschaffenden und Planungsbeteiligten und verwies darauf, dass nun ein weiterer Meilenstein in der Fertigstellung erreicht worden sei. „Schönheit“, so sagt er „sei nicht allein die treibende Kraft bei der Gestaltung dieser Bauaufgabe.“ Die Entwicklung der Arbeitswelt und des Campus folge auch hier den Grundsätzen von Sinnhaftigkeit für Mensch und Umwelt.

Alnatura in Zahlen

Alnatura ist die beliebteste Lebensmittelmarke der Deutschen (Brandmeyer-Studien, 2014 und 2016). Das Unternehmen wurde vor 35 Jahren von Götz Rehn erdacht und konzipiert. Er gründete Alnatura 1984 und ist bis heute Geschäftsführer. Seit April 2017 verantwortet Rüdiger Kasch als zweiter Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb Alnatura Filialen, Einkauf und Expansion. Aktuell gibt es 119 Alnatura Super Natur Märkte in 56 Städten in 11 Bundesländern. Unter der Marke Alnatura werden rund 1.300 verschiedene Bio-Lebensmittel produziert, die in den eigenen Alnatura Super Natur Märkten, in 14.700 Filialen verschiedener Handelspartner im In- und Ausland und über den Alnatura Onlineshop vertrieben werden. Alnatura beschäftigt aktuell 2.870 Mitarbeiter, darunter 200 Lernende. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete Alnatura einen Umsatz von 762 Millionen Euro.