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Lange schien das ehemalige Kaufhof-Gebäude an der Königstraße wie ein städtisches Mahnmal leer stehender Räume – doch nun soll es wieder zum pulsierenden Zentrum werden. Ab Spätsommer 2025 eröffnet IKEA auf rund 165 Quadratmetern im Erdgeschoss einen Pop-Up-Store, eingebettet ins temporäre Wöhrl-Mode-Outlet. Das bestätigt eine aktuelle Mitteilung der Stadt Nürnberg.
Das Outlet, geplant von der traditionsreichen Unternehmensgruppe Wöhrl, soll Mitte September öffnen und auf insgesamt etwa 3000 Quadratmetern Raum für Mode, Shop-in-Shop-Formate und gastronomische Angebote bieten. Der IKEA-Pop-Up-Store wird als Highlight integriert. Ziel ist, das ehemalige Warenhaus am Ludwigsplatz übergangsweise zu beleben, bis eine dauerhafte Nutzung entschieden ist.
Für IKEA ist es ein strategischer Schritt: Mit dem Pop-Up-Format „Kochen & Essen“ hält das schwedische Einrichtungshaus Lieblingsprodukte bereit – zum sofortigen Mitnehmen. Größere Möbel lassen sich vor Ort bestellen und entweder liefern oder per Click & Collect im Einrichtungshaus Nürnberg/Fürth abholen. Die Stadtspitze zeigt sich begeistert: Oberbürgermeister Marcus König betont, dass das innovative Format das Innenstadtzentrum spürbar stärkt und neue Impulse setzt. Wirtschaftsexpertin und Hochschulreferentin Andrea Heilmaier nennt es ein „positives Signal für die Zukunft der Innenstadt“.
Auch bei Wöhrl ist man optimistisch: Vorstandsvorsitzender Thomas Weckerlein hebt hervor, dass IKEA eine „starke Ergänzung unseres Konzepts“ sei und eindrucksvoll zeige, dass man neue Partner für die Innenstadt begeistern konnte. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren; Wöhrl plant die Outlet-Eröffnung für Mitte September. Ein weiterer Pluspunkt: Die UTN Science Lounge der Technischen Universität Nürnberg und ergänzende gastronomische Angebote sollen das Angebot abrunden und ein vielfältiges Nutzungsmosaik ermöglichen.
Die Kaufhof-Filiale schloss im Juni 2023, seit Oktober 2024 ist die Stadt Nürnberg Eigentümerin. Eine Konzeptstudie untersuchte verschiedene Szenarien für eine langfristige Nachnutzung – von Einzelhandel über Bildungseinrichtungen bis hin zu Kongressnutzung – und legte so den Grundstein für die aktuelle Zwischennutzung.
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