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Der Warenhauskonzern Galeria arbeitet weiter an seiner Neuausrichtung. Neuerdings kooperiert das Unternehmen mit der auf die Fashion-, Schuh-, Sport- und Lifestylebranche spezialisierten Unternehmensberatung hachmeister + partner. Im Mittelpunkt steht der Einkauf: Lieferantenbeziehungen sollen weiterentwickelt, Prozesse effizienter gestaltet und das Lieferantenmanagement professionalisiert werden.
Die Zusammenarbeit ist Teil der laufenden Transformation von Galeria. Der Warenhauskonzern steht nach mehreren Restrukturierungen weiterhin vor der Aufgabe, Kosten zu senken, Abläufe zu verbessern und zugleich sein Sortiment attraktiver und wettbewerbsfähiger aufzustellen. Der Einkauf spielt dabei eine zentrale Rolle.
Nach Angaben von Galeria soll hachmeister + partner mit Branchenkenntnis, Marktanalysen und operativer Erfahrung dazu beitragen, Optimierungspotenziale in der Lieferantenstruktur zu identifizieren. Dabei geht es nicht allein um strategische Empfehlungen. Die Beratung will gemeinsam mit Galeria konkrete Maßnahmen entwickeln und in den operativen Strukturen verankern. Antonio Negro, Chief Procurement Officer von Galeria, bezeichnete hachmeister + partner als erfahrenen und gut vernetzten Partner der Fashionbranche. Die Kombination aus strategischer Beratung, Marktdaten und Umsetzungskompetenz könne Impulse für die Weiterentwicklung bestehender Lieferantenbeziehungen und die effizientere Gestaltung interner Prozesse liefern.
Für Galeria ist das Thema Lieferantenmanagement auch vor dem Hintergrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks im Einzelhandel relevant. Insbesondere im Mode- und Lifestylegeschäft verändern sich Sortimente und Nachfrage vergleichsweise schnell. Kürzere Produktzyklen und ein verändertes Konsumverhalten erhöhen den Druck auf Händler, Einkauf und Lieferanten enger aufeinander abzustimmen. Ein professionelleres Lieferantenmanagement kann dabei an mehreren Stellen ansetzen: bei der Sortimentssteuerung, den Beschaffungsprozessen und der Qualität interner Abläufe. Ziel ist, Entscheidungen schneller zu treffen und die Zusammenarbeit mit Markenpartnern effizienter zu gestalten.
Die Beratungspartnerschaft fällt in eine Phase, in der Galeria seine finanzielle und operative Basis neu ordnen will. Im Juni stellte der Konzern seine weitere Finanzierungs- und Restrukturierungsstrategie vor. Eine besicherte Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro soll den laufenden Umbau finanziell absichern. Galeria hat sich vorgenommen, die Restrukturierung bis Ende 2029 abzuschließen. Bereits im Geschäftsjahr 2026/2027 soll wieder ein operativ positives Ergebnis erreicht werden. Neben Investitionen in Filialen, Digitalisierung und Prozesse gehört auch die Optimierung des Einkaufs zu den Bestandteilen der Strategie. Der Konzern war zuletzt unter anderem durch Berichte über Umsatzrückgänge, sinkende Margen und eine angespannte Liquidität unter Druck geraten. Eine effizientere Einkaufsorganisation könnte daher nicht nur operative Verbesserungen bringen, sondern auch dazu beitragen, die Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und anderen Partnern zu stabilisieren.
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