Cookie-Einstellungen

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.

Informationen zum Datenschutz

08. Januar 2026

Einzelhandel fordert fürs neue Jahr mutigen Reformkurs

2026 MUSS ZUM WENDEPUNKT WERDEN
Von der Politik fordert der Einzelhandel tiefgreifende Reformen.
Foto: Pixabay / Vilius Kukanauskas

Mit gedämpften Erwartungen startet der deutsche Einzelhandel in das Jahr 2026. Steigende Kosten, eine weiterhin zurückhaltende Nachfrage und eine schwache Konsumstimmung prägen das Bild der Branche. Der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung blieb im vergangenen Jahr aus, ebenso eine nachhaltige Erholung des privaten Konsums. Entsprechend groß ist die Unsicherheit unter den Handelsunternehmen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt.

Vor diesem Hintergrund fordert der Einzelhandel von der Bundesregierung klare wirtschaftspolitische Weichenstellungen. „2026 muss ein Jahr der Reformen werden“, betont HDE-Präsident Alexander von Preen. Zwar stünden die richtigen Themen auf der politischen Agenda, entscheidend sei nun jedoch eine „mutige und entschlossene Umsetzung“, damit angekündigte Entlastungen tatsächlich bei Unternehmen und Verbrauchern ankommen.

Antworten fehlen

Die Stimmung im Handel sei nach dem Jahreswechsel von Enttäuschung geprägt, so von Preen – sowohl mit Blick auf das enttäuschende Weihnachtsgeschäft als auch auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung. Der Regierungswechsel habe nur kurzfristig für Aufbruchsstimmung gesorgt. „Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Es fehlen überzeugende Antworten auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen“, kritisiert der HDE-Präsident.

Bürokratieabbau muss her

Besonders eindringlich warnt der Verband davor, notwendige Strukturreformen aus dem Blick zu verlieren. Allen voran der Bürokratieabbau bleibe ein zentrales Anliegen des Handels. Händlerinnen und Händler müssten wieder die Möglichkeit haben, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, statt durch immer neue Dokumentations- und Berichtspflichten gebunden zu werden. Als konkretes Beispiel nennt der HDE das Entgelttransparenzgesetz: Tarifgebundene und tarifanwendende Unternehmen sollten von zusätzlichen Dokumentationspflichten ausgenommen werden. Dies wäre nicht nur ein Beitrag zur Entlastung der Betriebe, sondern auch ein klares Signal zur Stärkung der Sozialpartnerschaft.

2025 ein verlorenes Jahr

Neben den Unternehmen nimmt der HDE auch die Verbraucherstimmung in den Blick – und zeichnet ein ernüchterndes Bild. Das Jahr 2025 sei für das Konsumklima ein „verlorenes Jahr“ gewesen. Die Stimmung habe sich kaum verbessert und verharre weiterhin auf einem unbefriedigenden Niveau. „Das ist besorgniserregend“, mahnt von Preen. Ohne neues Vertrauen der Verbraucher sei eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung kaum möglich.

Dringender Handlungsbedarf

Für 2026 sieht der Einzelhandel daher dringenden Handlungsbedarf. Die Bundesregierung müsse mit klaren, verlässlichen Signalen zeigen, dass sie sowohl Wirtschaft als auch Verbrauchern Stabilität und Planungssicherheit bietet. Nur so könne das neue Jahr tatsächlich zu dem Reform- und Aufbruchsjahr werden, das der Handel dringend braucht.

ANZEIGE

Unsere Werbepartner

Impressum Datenschutz Cookie-Einstellungen Über uns

HANDELSIMMOBILIEN HEUTE (HIH) ist ein Nachrichten- und Serviceportal für die gesamte Handelsimmobilienbranche in Zusammenarbeit mit renommierten Verbänden und Instituten.