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Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) hat auf einen alarmierenden Rückgang der Beschäftigtenzahlen im stationären Handel mit Bekleidung, Schuhen und Lederwaren hingewiesen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Branche demnach fast 50.000 Arbeitsplätze verloren. Als Hauptursache nennt der Verband die anhaltende Marktbereinigung nach der Corona-Pandemie.
Wie der BTE unter Berufung auf aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, sank die Zahl der Beschäftigten in den genannten Handelssegmenten von 380.036 Ende 2019 auf 330.246 zum Jahresende 2024. Das entspricht einem Rückgang von 13,1 Prozent. Besonders betroffen ist der Einzelhandel mit Bekleidung: Hier ging die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 11,3 Prozent auf 276.669 zurück. Auffällig ist dabei der starke Einbruch bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, die um 12,5 Prozent sanken. Noch gravierender ist der Rückgang bei den Vollzeitstellen, deren Zahl um 20,8 Prozent abnahm. Noch deutlicher fällt der Arbeitsplatzverlust im Schuhhandel aus. Dort ging die Zahl der Beschäftigten laut BTE um 21,4 Prozent auf 48.047 zurück. Im Einzelhandel mit Lederwaren lag das Minus bei 17,0 Prozent, die Zahl der Beschäftigten fiel auf 5530.
Als zentrale Ursache für den massiven Personalabbau sieht der BTE die rückläufige Zahl stationärer Handelsunternehmen. Die Corona-Pandemie habe den Strukturwandel im Einzelhandel deutlich beschleunigt. Zwischen 2019 und 2023 verringerte sich die Zahl der Einzelhandelsbetriebe in den drei untersuchten Branchen um 18,1 Prozent auf nur noch 16.110. Im Bekleidungshandel schrumpfte die Unternehmenszahl um 17,2 Prozent, im Schuhhandel sogar um 20,6 Prozent. Besonders stark traf es den Lederwarenhandel, wo 22,4 Prozent der Betriebe geschlossen wurden.
Der BTE warnt davor, diese Entwicklung zu unterschätzen. „Der stationäre Handel steht unter erheblichem Druck, und der Beschäftigungsverlust ist ein deutliches Zeichen für die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in der Branche“, so ein Sprecher des Verbands. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen hätten es zunehmend schwer, sich im Wettbewerb mit dem Onlinehandel zu behaupten und steigenden Kosten standzuhalten. Die Branchenorganisation appelliert an die Politik, den innerstädtischen Einzelhandel gezielt zu unterstützen, um weitere Arbeitsplatzverluste zu verhindern und die Vielfalt in den Innenstädten zu bewahren.
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