EHI veröffentlicht Whitepaper zur E-Mobilität

Viele Handelsunternehmen bieten E-Ladestationen inzwischen als Service an – Tendenz steigend. Symbolbild: Pixabay / A. Krebs

Die Anzahl der E-Autos in Deutschland steigt rasant. Auf Deutschlands Straßen sind derzeit fast 570.000 Elektroautos unterwegs. Bis März dieses Jahres hat die Bundesnetzagentur fast 38.000 Ladepunkte erfasst. Der Handel stellt zurzeit rund zehn Prozent der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, die Planungen lassen eine deutliche Steigerung annehmen.

Insgesamt betreiben Handelsketten mehr als 1600 Ladestationen in Deutschland, das sind rund 3800 einzelne Ladepunkte. 1250 weitere Ladestationen, also rund 3000 Ladepunkte, sind in diesem Jahr geplant, so die Bestandsaufnahme, die das EHI im Rahmen der Initiative E-Mobilität im Whitepaper „Elektromobilität im Handel 2021“ veröffentlicht.

 

Große Unternehmen bieten mehr

Rund die Hälfte der befragten Händler bietet seiner Kundschaft Lademöglichkeiten für ihre E-Autos an, ein Viertel plant dies. Für ein weiteres Viertel der Handelsunternehmen ist der Aufbau von E-Ladestationen nicht relevant, weil sie zum Beispiel in Innenstadtlagen nicht über Kundenparkplätze verfügen oder die Eigentümer*innen der Immobilie den Aufbau der Ladestationen übernehmen. Ein Großteil der Ladestationen wird von Handelsunternehmen mit über 100 Filialen angeboten. Von ihnen betreiben 17 Prozent bis zu fünf Ladestationen, weitere 20 Prozent zwischen sechs und zehn Ladestationen, und nochmal 17 Prozent verfügen über elf bis 30 Ladestationen. Jede fünfte Handelskette hat bereits 51 bis 150 Ladestationen im Betrieb. Mit acht Prozent werden von einem kleinen Anteil über 150 bis zu 400 Ladestationen betrieben.  

Kundenloyalität als Motivation

Die Handelsunternehmen errichten Ladestationen, um ihrer Kundschaft mehr Service zu bieten und damit deren Loyalität zu festigen. 80 Prozent der Befragten nennen Kundenbindung als Hauptgrund, um eine passende Ladeinfrastruktur einzurichten. An zweiter Stelle folgen mit 56 Prozent die Klimaziele. 50 Prozent – und damit erst an dritter Stelle – nennen die Gesetzgebung als Treiber für den Ladeinfrastrukturaufbau. Weitere 28 Prozent der Befragten sehen im Angebot von Ladestrom durchaus ein Geschäftsmodell.