Aus China kommen inzwischen nur noch die Lichterketten - und auch nur, weil es in Europa keine Hersteller gibt

First Christmas setzt bei der Produktion voll auf die EU-Länder.

Tannenbäume aus Polen, Christbaumkugeln aus Frankreich, Lichtobjekte aus Deutschland, Italien und Griechenland? Wer hätte das gedacht? „Wir kaufen in China nur noch Lichterketten, weil es für Lichterketten einfach keinen Hersteller in Europa gibt. Alles Übrige kommt aus Europa, Vieles aus Deutschland“, erklärt First Christmas-Chefin Jule Beck.

 

China stehe für schwer kontrollierbare Arbeitsbedingungen, eine die Umwelt ausbeutende Produktion, weite Transportwege, häufige Qualitätsprobleme und durch Corona nun auch noch enorme logistische Risiken. „Wir sind der erste europäische Lieferant von Weihnachtsdekorationen, der diesen Weg ganz klar geht“, sagt sie stolz. Wirklich gute Weihnachtsdekorationen, exakt designt zur DNA des Kunden, könnten ohne Weiteres sechs, acht, ja zehn Jahre und länger eingesetzt werden, vorausgesetzt, die Qualität stimmt. „Das ist wie mit einem hochwertigen Designermöbel, einer tollen Uhr oder einem schicken Cabriolet“, sagt sie, „Qualität und Nachhaltigkeit sind jetzt wichtig, und dazu ein emotionales Design, das die Menschen berührt und sie glücklich macht.“ Das Alles könne man sehr gut und auch (fast) ganz ohne China schaffen. Die neue geopolitische Lage hat die Entscheidung bei First Christmas zusätzlich befördert. „China zu stärken finden wir im Moment ebenso unpassend, wie Russland zu stärken“, sagt Jule Beck. 

First Christmas wurde 1999 gegründet, Sitz des Unternehmens ist seitdem unverändert Hamburg. Seit diesem Jahr gehört das Unternehmen  der CELS Lights & Decor in London. Chef der CELS-Group, die auch auf der Arabischen Halbinsel eine große Präsenz hat, ist der italienische Geschäftsmann Alessandro Gaffuri. Er kommt aus dem Centermanagement und war viele Jahre in leitenden Positionen für CORIO in Italien tätig und wurde mehrfach mit dem Solal-Award des ICSC für überragendes Centermarketing ausgezeichnet.

Gründer von First Christmas war der Hamburger Kaufmann Dr. Kersten Rosenau, heute Hauptgesellschafter von HI HEUTE und Herausgeber dieses Newsletters. In den vergangenen 23 Jahren hat First Christmas mehr als 1.500 Weihnachtsdekorationen für Einkaufscenter und Einkaufsstraßen in mehr als 50 Länden konzipiert und geliefert. Darunter Westfield London, Velizy Deux Paris, Orio Center Mailand, Donauzentrum Wien, Mammut Budapest, Chodov Prag, Reduta Warschau, Glattzentrum Zürich, Stadshart Amsterdam, Blanchardstown Dublin, Almada Forum Lissabon, Mall Athens, Mall of the Emirates Dubai, Kingdom Centre Riad, City Center Bahrain. 

Neben diesen „großen Adressen“ der Centerwelt hat First Christmas aber auch Hunderte kleiner Center, Galerien und Passagen in weihnachtliche Wunderländer verwandelt, vom Hamburger Hof über die Hofstatt München bis zur Theatergalerie Mönchengladbach. Auch auf vielen Flughäfen findet man Weihnachtsdekorationen von First Christmas, in Hotels und Kaufhäusern und natürlich in bekannten Einkaufsstraßen wie der Mönckebergstraße in Hamburg. Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine Designabteilung, die für jeden Kunden immer wieder ein vollkommen neues Design erstellt. Hierfür gab es auch Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland.