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Mit einem symbolischen Spatenstich beginnt die Schwarz Gruppe, bekannt durch die Handelsketten Lidl und Kaufland, am heutigen Montag offiziell den Bau eines großdimensionierten Rechenzentrums in Lübbenau in Oberspreewald-Lausitz. Auf dem ehemaligen Gelände eines Kohlekraftwerks soll in den kommenden Jahren ein Daten-Campus entstehen, der zu den modernsten und leistungsstärksten seiner Art in Deutschland zählen dürfte.
Das geplante Rechenzentrum umfasst sechs voneinander unabhängige Module und soll höchste Betriebssicherheit garantieren. Auf rund 130.000 Quadratmetern Fläche wrden künftig Konzern- und Kundendaten aus dem gesamten Bundesgebiet verarbeitet und gespeichert. Bereits bei einem Pressegespräch im Dezember 2024 hatte das Unternehmen angekündigt, dass es sich dabei um Daten aus Lieferketten, Bestellprozessen, Zahlungsvorgängen sowie Kundenbindungsprogrammen handelt. Diese sollen in einer unternehmenseigenen Cloud-Infrastruktur zusammengeführt werden.
Für die Schwarz Gruppe ist Lübbenau der vierte Rechenzentrumsstandort dieser Art in Deutschland. Die Entscheidung für Ostdeutschland sei bewusst getroffen worden, heißt es aus Unternehmenskreisen: Geostrategische Überlegungen wie Resilienz gegenüber Ausfallszenarien, Cyberangriffen oder Naturkatastrophen spielten eine zentrale Rolle. Das neue Zentrum soll über eine Gesamtleistung von 200 Megawatt verfügen. Erste Kapazitäten will die Schwarz Gruppe bereits in der zweiten Jahreshälfte 2027 bereitstellen. Der Konzern bezeichnet Brandenburg als strategisch äußerst geeigneten Standort. Ausschlaggebend seien die stabile Versorgung mit Ökostrom, ausreichende Flächenreserven für zukünftiges Wachstum, der Zugang zu qualifiziertem Fachpersonal sowie eine verlässliche infrastrukturelle Anbindung.
Ein besonderer Standortvorteil ergibt sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zum Heizkraftwerk der Stadt- und Überlandwerke Luckau-Lübbenau. Dieses kann künftig die beim Betrieb des Rechenzentrums entstehende Abwärme nutzen – ein Beitrag sowohl zur Energieeffizienz als auch zur regionalen Wärmewende. Die Schwarz-Gruppe ist in Lübbenau kein Unbekannter: Bereits seit 1996 betreibt Kaufland dort ein großes Logistikzentrum. Mit dem nun gestarteten Rechenzentrumsbau investiert der Konzern erneut umfassend in die Region und schafft die Grundlage für eine der wichtigsten digitalen Infrastrukturen im Unternehmensverbund.
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