Cookie-Einstellungen

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.

Informationen zum Datenschutz

20. Februar 2026

Neuer Player auf dem europäischen Architektenmarkt

HEINE PLAN AUS HAMBURG WIRD TEIL VON VERKA COLLECTIVE
Projekt von Heine Plan: Monheim Mitte – Mixed-Use-Revitalisierung Innenstadt.
Visualisierung: Heine Plan
Projekt des Verka Collectives: Airport Kopenhagen von Vilhelm Lauritzen Architects.
Das Team der Geschäftsführung von Heine – von rechts nach links: Christian Heine (Gründer), Matthias Niemeyer, Stefan Voss und Julia Strunk. .
Foto: Lidija Delovska

Mit seiner ersten Akquisition in Deutschland entsteht ein neuer Player auf dem europäischen Architektenmarkt: Die Konsolidierung von Architekturbüros schreitet weiter voran. Im Januar trat das Hamburger Büro Heine Plan, bekannt für seine Expertise im Bereich Highstreet- und Einzelhandelsimmobilien, dem Verka Collective bei. Die Gruppe zählt derzeit rund 250 Mitarbeitende und vereint renommierte Büros wie Vilhelm Lauritzen Architects und STED City & Landscape Architects aus Kopenhagen sowie Kjaer & Richter Architects aus Aarhus. Bis Ende 2028 ist ein Wachstum auf über 1000 Mitarbeitende in ganz Europa geplant.

Verkas Wachstum basiert auf klaren Prinzipien. Die Architekturbüros innerhalb des Collectives agieren weiterhin unter ihren etablierten Namen. Bestehende Strukturen bleiben erhalten, und sowohl regionale als auch nationale Besonderheiten werden berücksichtigt. Frants Nielsen, CEO von Verka Collective, betont: „Wir absorbieren die einzelnen Büros nicht. Im Gegenteil: Wir setzen bewusst auf Diversität und lokale Verwurzelung.“

Breites Leistungsspektrum

Zugleich bringt jedes Büro seine eigene Spezialisierung ein. So vereint Verka ein breites Spektrum an Architekturleistungen – von stadtstruktureller Entwicklung und Highstreet-Development über Büro-Re-Use, Life Science & Healthcare, Education und Wohnen bis hin zu Infrastrukturprojekten. Auf diese Weise kann Verka die immer komplexeren Anforderungen der Kunden aus einer Hand bedienen. Das Collective setzt dabei ausschließlich auf Architekturbüros. Damit widersetzt sich Verka dem aktuellen Markttrend, bei dem Übernahmen von Architekturbüros oft von Ingenieurbüros ausgehen. Nach Analyse von Verka geraten dabei architektonische Fragestellungen und kundenorientierte Lösungen häufig hinter die Ingenieurleistungen zurück.

Gründung vor vier Jahren

Die finanziellen Mittel für Verkas ehrgeizige Ziele stellt der Private-Equity-Fonds Findos aus München bereit, hinter dem große deutsche Family Offices stehen. Vor vier Jahren nahm die Bildung des Collectives ihren Anfang, erinnert sich Sonja Stockmarr, CCO von Verka: „Mit dem Erwerb der Mehrheitsanteile an Vilhelm Lauritzen Architects durch Findos wurde der Grundstein gelegt. Kurz darauf folgten mit Kjaer & Richter Architects sowie STED City & Landscape Architects zwei weitere renommierte Architekturbüros in Dänemark.“

Skaleneffekte nutzen

Die Akquisition von Heine Plan leitet nun die zweite Phase der Expansion ein. „Wir waren von der Idee, die hinter Verka steht, sofort überzeugt“, sagt Julia Strunk von Heine Plan. „Als Büro mit 40 Mitarbeitern war klar, dass wir auf die wachsenden Anforderungen durch KI, Nachhaltigkeit und bauliche Auflagen reagieren mussten. Also gingen wir auf die Suche nach Partnern. Groß zu werden und wendig zu bleiben, Skaleneffekte zu nutzen, ohne die eigene DNA zu verlieren, das sahen wir in Verka gegeben.“

Auf Retailprojekte spezialisiert

Heine Plan blickt auf eine 35-jährige Erfolgsgeschichte zurück, die mit dem Umbau von Warenhäusern begann. Später spezialisierte sich das Büro auf Retailprojekte von Monostores bis hin zu Luxury Department Stores und Shopping Centern. Heute deckt Heine Plan nahezu alle Bereiche der gewerblichen Immobilien ab – von komplexen Mixed-Use-Projekten über die Entwicklung von innerstädtischen Umnutzungskonzepten bis hin zu Planungen für Laborgebäude, Hotels oder Wohngebäuden. Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem die Restrukturierung der Innenstadt Monheim Mitte für die Baumberger Einkaufszentren GmbH, Projekte für die KaDeWe Luxury Department Stores in Berlin, Hamburg und München, das Haus Aden – Wasserhaltungsgebäude für die RAG Aktiengesellschaft, der Mieterausbau im Überseequartier Hamburg für URW sowie Flagship Stores weltweit für Montblanc. Auch innerhalb des Collectives stehen namhafte Projekte: das Terminal 3 am Flughafen Kopenhagen von Vilhelm Lauritzen Architects, das Steno Diabetes Center in Kopenhagen von STED City & Landscape Architects in Kooperation mit Vilhelm Lauritzen Architects sowie die Tietgen Schule von Kjaer & Richter Architects.

Nachhaltige Architektur

Die Übernahme von Heine Plan markiert einen wichtigen Meilenstein für Verka – doch weitere Schritte werden bereits vorbereitet, verspricht Frants Nielsen: „Wir spüren, dass wir mit unserem Ansatz genau den richtigen Nerv treffen, indem wir Verantwortung für nachhaltige Architektur übernehmen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Anforderungen unserer Auftraggeber berücksichtigen. In meinen Gesprächen erhalte ich durchweg positive Resonanz auf unsere Prinzipien – und unsere Pipeline an Architekturbüros, die zu uns passen und Teil des Collectives werden möchten, ist gut gefüllt.“

Unsere Werbepartner

Impressum Datenschutz Cookie-Einstellungen Über uns

HANDELSIMMOBILIEN HEUTE (HIH) ist ein Nachrichten- und Serviceportal für die gesamte Handelsimmobilienbranche in Zusammenarbeit mit renommierten Verbänden und Instituten.