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Die WISAG weist mit der „Vision 2030“ ihren Fahrplan für die Zukunft auf. Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt des gesamten Handelns. Indem innovative Lösungen entwickelt, die eigenen Dienstleistungen nachhaltig ausgerichtet, Ressourcen effizient eingesetzt und die Treibhausgasemissionen konsequent reduziert werden, gestaltet die WISAG den Weg in eine ESG-konforme Zukunft. Auch in der Gebäudereinigung verfolgt sie vielfältige Ansätze, um Ressourcen zu schonen und die Kunden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen.
Das Unternehmen ist ständig auf der Suche nach neuen Materialien, Equipment und digitalen Lösungen, die in diesem Zusammenhang helfen können. Mit einem smarten Abfallkonzept wird dabei auch auf innovative Lösungen gesetzt: Mit Hilfe von Lasersensoren lässt sich zum Beispiel der Füllstand von Abfallbehältern ermitteln. Ist eine Entleerung erforderlich, erfolgt eine automatische Benachrichtigung. Die so eingesparte Zeit können die Reinigungskräfte stattdessen für serviceorientierte Tätigkeiten am Arbeitsplatz der Gebäudenutzer verwenden. Gleichzeitig spart das Unternehmen durch die bedarfsgerechte Leerung Müllsäcke ein.
Steigendes Kundeninteresse an nachhaltigen Dienstleistungen
Bei den Kunden steigt das Interesse an nachhaltig ausgerichteten Dienstleistungen – und sie legen außerdem großen Wert auf Innovationen. Gerade ein möglicher Einsatz von Robotik kommt oft zur Sprache. Das bestätigt die WISAG darin, ihr Angebot an Reinigungsrobotern weiter auszubauen.
Zum Leistungsportfolio gehört eine hybride Reinigung, bei der die Arbeitskräfte mit ihren Säuberungsrobotern zusammenarbeiten und gemeinsam einen hohen Qualitätslevel sicherstellen. Hier werden verschiedene Modelle von Nassreinigungs- und Staubsaugerroboter eingesetzt, mit denen die Teams sowohl kleine als auch große Flächen reinigen. In der Regel wird mit Herstellern von Robotern eine strategische Zusammenarbeit angestrebt, um auch an der Weiterentwicklung der Roboter mitwirken zu können. Bislang sind die Roboter vorwiegend bei Logistik- und Produktionsunternehmen, im Einzelhandel, Büroimmobilien sowie in Laboren im Einsatz. Das Potenzial ist enorm.
Keine vollautonome Reinigung
Vollkommen autonom läuft die Reinigung mit den Robotern bei den Kunden allerdings nicht. Es geht immer um eine Zusammenarbeit von Roboter und Mensch – die sogenannte „Cobotik“. Beispiel: Einer der Roboter ist bei einem Kunden im Logistikbereich im Einsatz. Dort reinigt er eine Fläche von 55.000 Quadratmetern, verteilt auf fünf Hallen. Diese werden im Laufe der Woche nacheinander gereinigt, wobei der Roboter zu festgelegten Zeiten mit der Reinigung beginnt. Dabei kann der Roboter jedoch nicht alle Reinigungstätigkeiten übernehmen. Anspruchsvollere Aufgaben und schwer zugängliche Stellen, wie Randbereiche, spezielle Oberflächen, Türen oder auch Geländer, übernehmen weiterhin die WISAG-Reinigungskräfte. Außerdem ist die Reinigungskraft für den Roboter verantwortlich und muss diesen regelmäßig reinigen. Bürsten, Walzen und Wassertank müssen wie bei einer konventionellen Maschine gesäubert werden. Auch den persönlichen Austausch im Kundenservice kann der Roboter nicht ersetzen.
Robotereinsatz bietet eine Reihe von Vorteilen
Dafür bietet er aber insgesamt doch eine Reihe von Vorteilen: Er übernimmt die Bodenreinigung, stellt dabei eine gleichbleibend hohe Qualität sicher und reinigt zuverlässig die ihm zugewiesenen Flächen. Damit reduziert er Ausfälle, kompensiert Personalmangel und entlastet die Reinigungskräfte. Ein weiterer Vorteil zahlt in die Nachhaltigkeit ein: Er arbeitet ressourcenschonend: Roboter verbrauchen zwischen einem Drittel und einem Sechstel weniger Strom und Wasser bei der Reinigung im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungsmaschinen.
Praxisergebnisse zeigen auch Herausforderungen
Die ersten Praxisergebnisse haben natürlich die eine oder andere Herausforderung deutlich gemacht. Joaquin Jimenez Zabala, Geschäftsführer der WISAG Facility Management Retail GmbH & Co. KG: „Da ist zum einen das Erwartungsmanagement. Wenn Reinigungsroboter bei Kunden eingesetzt werden, gibt es anfangs oftmals die Erwartung, dass die Roboter die gesamte Reinigung übernehmen können. Hier muss klar definiert werden, welche Tätigkeiten die Roboter übernehmen können und welche Aufgaben weiterhin in der Hand unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben.“ Darüber hinaus erfordert der Einsatz die entsprechende digitale Infrastruktur, wie die WLAN- oder Mobilfunkabdeckung der zu reinigenden Flächen. Zudem haben einige Kunden Vorbehalte bezüglich des Umgangs mit den aufgezeichneten Daten. Die Reinigungsroboter fahren mit Kameras, Sensoren sowie einem Light Detection and Ranging (LiDAR) zur Umfeld-Erfassung durch die Gebäude.
Joaquin Jimenez Zabala: „Da möchten unsere Kunden natürlich wissen, was mit den Daten passiert und wo sie gespeichert werden. Auch wenn der Datenschutz nach den europäischen Richtlinien durch den Hersteller und uns gewährleistet ist, und die Roboter keine personenbezogenen Daten speichern, müssen die Kunden ihr Einverständnis geben.“
Zu guter Letzt erfordert der Einsatz der Roboter auch von den Beschäftigten der WISAG eine gewisse Technikaffinität und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Technologie. Hier arbeitet das Unternehmen mit den internen Robotikexperten daran, alle Beteiligten im Umgang mit den Robotern zu schulen. Joaquin Jimenz Zabala: „Wie in allen Change-Prozessen ist es wichtig, die Beschäftigten von Beginn an mitzunehmen, damit alle die neue Technologie verstehen und von ihr profitieren.“
Weitere Entwicklung im Bereich Smart Building
Die WISAG geht davon aus, dass die weitere Entwicklung im Bereich Smart Building unter anderem zu einer stärkeren Vernetzung von Reinigungsrobotern und Gebäuden führen wird. Roboter werden zukünftig auch Informationen wie Besucherzahlen, Wetterdaten oder Bewegungsströme nutzen können, um selbstständig eine bedarfsgerechte Reinigung durchzuführen. Auch der Einsatz von KI wird die Möglichkeiten von Reinigungsrobotern erweitern.
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