Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.
Multi-Use ist für den Immobiliensektor längst viel mehr als nur ein Trend. Die gemischte Nutzung von Objekten soll eine lebendige und nachhaltige Stadtentwicklung fördern: Sie kann Ballungsräume oder urbane Verkehrsknotenpunkte wiederbeleben, die in der Vergangenheit wichtige Infrastruktur verloren haben. Die Vorteile für die Menschen: Eine „Stadt der kurzen Wege“, in der die relevante Infrastruktur in jedem Quartier einfach zu erreichen ist. Für Akteure aus dem Handel, wie etwa ALDI Nord, birgt diese Entwicklung neue Herausforderungen – sie stellt aber auch eine Chance dar. Nicht nur, um neue Standorte zu erschließen, sondern auch, um aktiv an der Gestaltung moderner urbaner Räume teilzuhaben.
Als Grundversorger hat ALDI Nord vor allem ein Ziel: Menschen zu erreichen, wo sie leben und arbeiten, und ihnen dort eine einfache Einkaufsmöglichkeit zu bieten. Gerade in urbanen Räumen hat das Thema Mixed-Use in den vergangenen Jahren stärker an Bedeutung gewonnen. Denn in Zeiten, in denen vom Sterben der Innenstädte die Rede ist, entstehen auch neue Möglichkeiten zur „Wiederbelebung“. Bestes Beispiel ist die ALDI Nord Filiale im traditionsreichen Essener „Königshof“: Der ehemalige Kaufhof wurde nach seiner Schließung revitalisiert und beherbergt heute neben weiteren Einzelhändlern auch eine
ALDI Nord Filiale.
Das Besondere: ALDI Nord setzt nicht auf kleinere City-Filialen mit Convenience- und Frische-Fokus, sondern bietet an allen Standorten rund 1.860 Artikel aus 18 Warengruppen an. So müssen sich Kundinnen und Kunden auch in innerstädtischen Filialen nicht mit einem limitierten Angebot zufriedengeben, sondern finden bei ALDI Nord überall das Sortiment, das sie aus den Stand-Alone-Märkten kennen – getreu dem Credo „Gutes für alle“.
Multi-Use hat verschiedene Vorteile: Flächen, die aufgrund ihrer Größe oder Aufteilung normalerweise schwer vermittelbar wären, lassen sich so unter verschiedenen Nutzern aufteilen. Das ist nicht nur für Unternehmen eine Möglichkeit, Standorte in zentralen Premiumlagen zu eröffnen. Denn so lässt sich dem weiterhin hohen Leerstand bei Einzelhandelsflächen etwas entgegensetzen. Zusätzlich werden Quartiere wiederbelebt, deren Infrastruktur in der Vergangenheit gelitten hat.
Die Branche und die weitere Nutzung der betreffenden Immobilien sind dabei zweitrangig: Für einen Discounter wie ALDI Nord kommen außer Wohnraum oder Kindergärten auch Büro- und Hotelflächen oder Arztpraxen infrage. Wichtig ist, dass sich die Immobilie in die Nachbarschaft einfügt, auf die individuellen Anforderungen des Standorts eingeht und einen städtebaulichen Mehrwert bietet. Denn einerseits führt die umliegende Infrastruktur dem Handel potenzielle Kunden zu; andererseits hat der Handel eine Sogwirkung, die Menschen anzieht. Durch diese Synergieeffekte lassen sich Standorte beleben, die vormals möglicherweise von Leerstand betroffen waren.
Was zunächst nach einer einfachen und logischen Lösung klingt, bringt für die Projektentwicklung jedoch auch Herausforderungen mit sich. Jede Umsetzung eines gemischt genutzten Objekts muss individuell betrachtet werden – und ebenso individuell sind die jeweiligen Herausforderungen. Eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht. Nicht jeder potenziell gemischt nutzbare Standort von ALDI Nord ist beispielsweise für Wohnraum geeignet: Lärmemissionen oder frühe Anlieferungen sind zu berücksichtigen. Hierfür testet
ALDI Nord unter anderem eine Flotte von geräuscharmen Elektro-LKW in hochverdichteten Ballungsräumen, um mögliche positive Effekte auf Genehmigungsverfahren zu evaluieren – zum Beispiel an der Berliner Dietzgenstraße.
Das führt zu einem weiteren Faktor, der bei gemischt genutzten Objekten zu berücksichtigen ist: die höhere Komplexität der Genehmigungsverfahren und Abstimmungen. Diese ist häufig der Grund dafür, dass der gesamte Prozess länger dauert als beispielsweise bei einer Stand-Alone-Filiale. Für die Zukunft wäre es ein wichtiger Schritt, wenn das Genehmigungsverfahren bei derartigen Projekten vereinfacht und die bürokratische Komplexität reduziert werden könnte. Denn von einem beschleunigten Genehmigungs- und Bauprozess profitiert nicht nur der Bauherr: Kundinnen und Kunden haben schneller Zugang zu einer modernen ALDI Filiale und essenzieller Infrastruktur oder Wohnraum.
Impressum Datenschutz Cookie-Einstellungen Über uns
HANDELSIMMOBILIEN HEUTE (HIH) ist ein Nachrichten- und Serviceportal für die gesamte Handelsimmobilienbranche in Zusammenarbeit mit renommierten Verbänden und Instituten.