Eine neue Befragung der „BauInfoConsult“ zeigt: Porenbeton ist der Baustoff der Zukunft.

Beton ist der wichtigste Baustoff. Wachstumspotential hat hier laut Studie vor allem Porenbeton. Foto: pixabay
Porenbeton und Ziegel stehen bei den Befragten hoch im Kurs. Grafik: BauInfoConsul

180 Architekten, 181 Bauunternehmer – eine Befragung. „Welchen Baustoffen gehört die Zukunft?“, wollte die „BauInfoConsult“ aus Düsseldorf wissen. Die Antworten auf diese Frage fließen in ihre Jahresanalyse 2016/2017 ein. Doch schon jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Die Baubranche ist in Bewegung. Die Düsseldorfer „BauInfoConsult“ hat daher den Blick in die Zukunft gerichtet und Branchenkenner nach ihren Erwartungen für die Baustoffverwendung im Jahre 2020 befragt.

Zentrales Ergebnis der Befragung: Die Bauprofis bescheinigen vor allem dem Baustoff Porenbeton weiteres Wachstumspotenzial für die Zukunft. Insgesamt jeder dritte Akteur sagte aus, dem Porenbeton käme verstärkt Bedeutung zu. „Kein Wunder, gilt er vielen Bauherren doch als nachhaltiger Baustoff, der sowohl Blockstein als auch als Grundlage für Fertigbauteile vom modernen Bauen nicht wegzudenken ist“, heißt es dazu bei den Marktforschern von „BauInfoConsult“.

 

Ziegel an zweiter Stelle

An zweiter Stelle stehen Ziegel. Insgesamt hält rund ein Viertel aller Befragten Mauerziegel für einen Baustoff, der bis 2020 häufiger eingesetzt wird. Architekten (28 Prozent) nannten dabei die Mauerziegel häufiger als Zukunftsbaustoff als die Bauunternehmer (22 Prozent). „BauInfoConsult“ wertet dies als „gutes Zeichen für die Ziegelindustrie“, da Architekten großen Einfluss auf die Wahl des Wandbaustoffs nähmen. 

Auch regionale Unterschiede hinsichtlich der Zukunftsprognosen machte die Befragung deutlich. So wurden Ziegel im Norden Deutschlands besonders häufig genannt (34 Prozent der Befragten). Für die Macher der Befragung ist dies keine Überraschung: „Schließlich ist die Beliebtheit des traditionellen Backstein-Verblendmauerwerks dort noch immer ungebrochen“. Am wenigsten auf Ziegel setzen die Bauherren im Osten der Republik: Nur 16 Prozent der Befragten attestierten der Ziegelbauweise ein Potenzial für die Zukunft.

 

Holz wird nur selten genannt

Den dritten Platz im Zukunfts-Ranking belegt Kalksandstein. Hier erwarten laut „BauInfoConsult“ rund ein Fünftel der Befragten einen Zuwachs bei der Verwendung bis 2020. Holz und Stahl werden nur selten als Zukunftsmaterialien genannt.