HBB hisst Richtkrone beim Mixed-Use-Projekt in Bochum

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB, und Michael Groß als Vertreter der ARGE Aug. Prien (von links) beim Richtfest des Viktoria-Karrees. Foto: HBB / Udo Geisler Photographie
So wird das Geschäftsquartier in der Bochumer Innenstadt aussehen. Entwurf: RKW Architektur + / Visualisierung: formtool

Die HBB hat das Richtfest fürs Geschäftsquartier Viktoria-Karree am Husemannplatz in Bochum gefeiert. Auf dem 10.380 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Justizzentrums ragen nach 16 Monaten Bauzeit die Rohbauten mit 65.000 Quadratmetern Geschossfläche in die Höhe.

Die drei Gebäudekörper bieten für die Nutzungen Shopping, Gastronomie, Büro, Hotel und Fitness eine Mietfläche von 37.500 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Die HBB investiert 160 Millionen Euro in das Projekt.

Dank guter Hygiene- und Zutrittskonzepte gelang es, die Ausführung trotz der Pandemie weitgehend störungsfrei und termingerecht umzusetzen. „In dieser herausfordernden Zeit freuen wir uns besonders, dass wir heute das Richtfest feiern“, sagt Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB, sichtlich stolz.

Richtige Entscheidung

Im Gespräch mit HI HEUTE erläuterte er: „Wir haben damals richtig entschieden, als wir uns entschlossen, ein Shopping-Quartier in ein Mixed-Use-Objekt umzuwandeln. Dem Zeitgeist waren wir damit voraus – auch in punkto Nachhaltigkeit. Mixed-Use mit privaten und öffentlichen Büros, Handel, Gastronomie, Freizeit und Hotel ist heute genau das, was Investoren suchen – daher erfreut sich das Viktoria-Karree hoher Nachfrage.“

Über den Fortschritt auf der Baustelle zeigte sich Ortner höchst erfreut. „Wir liegen nicht nur voll im Zeitplan, sondern sind in einigen Bereichen sogar überpünktlich. Das liegt auch an unseren Partnern August Prien, Lamers und den drei beteiligten Projektsteuerungsbüros.“ Zum Fest der Bauleute zollte er den Fachkräften Tribut: „Sie alle haben einen tollen Job gemacht, das ist nicht unbedingt Standard.“

 

Innerstädtischer Nutzungsmix

Dem Bedarf Bochums folgend, bietet das neue Geschäftsquartier einen Mix aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie mit größeren und kleinteiligen Einheiten auf einer rund 8000 Quadratmeter großen Fläche. Dort werden Decathlon, Olymp & Hades, REWE, easyApotheke, L’Osteria und Miviko vertreten sein. In den Büroflächen von 21.000 Quadratmetern stehen das Co-Working-Konzept von Regus und die Stadt Bochum als Mieter fest. Das Hotel Holiday Inn mit 170 Zimmern der Betreibergesellschaft tristar GmbH umfasst 6500 Quadratmeter, das geplante Fitnessstudio 2000 Quadratmeter. Den Betrieb der zweigeschossigen Tiefgarage übernimmt die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum. „Die unterschiedlichen Nutzungen werden optimal an das innerstädtische Angebot anknüpfen und Besucher, Kunden und Mitarbeitende in den Büros bereichern“, so Ortner.

Vision der Innenstadt 2030

Das Viktoria-Karree nach den Entwürfen des Architekturbüros RKW + aus Düsseldorf gliedert sich in drei Baublöcke: Der „Solitär“, Bauteil C, mit Gastronomie, Fitnessstudio und Büros liegt an der Ecke Junggesellenstraße/Viktoriastraße. Der Hauptkomplex, bestehend aus Bauteil A mit zweigeschossiger Handels- und Büronutzung und Bauteil B mit Hotel und Ladengeschäften, reicht bis zum Westring. Die Gebäude öffnen sich zum Husemannplatz, der als Stadtraum mit öffentlicher Wegeverbindung fungiert.

Darunter entsteht eine Tiefgarage mit rund 500 Pkw- und 400 Fahrradstellplätzen, die mit dem Parkhausnetz der Stadt Bochum verbunden ist. Als eines der ersten Projekte des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) wird das Geschäftsquartier prägend für die Stadterneuerung in Bochum sein. Die HBB hatte 2013 mit ihrem Konzept eine internationale Ausschreibung der Stadt Bochum und des Landes NRW gewonnen.