Nach städtischer Ausschreibung werden zwei ältere große Einkaufsdestinationen aus einem Guss neu gestaltet

Matthias Niemeyer (l.) und Christian Heine (2.v.r.) von Heine Plan, Matthias Böning (3.v.l.) und Dr. Christof Glatzel von Boening & Glatzel freuen sich mit Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann und Isabel Port, Geschäftsführerin der Einkaufszentren I und II, auf die Umgestaltungsarbeiten. Foto: Spekowius

Im rheinischen Monheim wurden unlängst die Weichen für eine deutliche Weiterentwicklung der innerstädtischen Einzelhandelslandschaft gestellt: Die Entscheidung fiel bereits kurz vor Weihnachten. Nun hat die Stadt die Verträge mit den Gewinnern der Ausschreibung für die Umgestaltung und Revitalisierung zweier in städtischem Besitz befindlichen großen Handelsimmobilien unterzeichnet. Demzufolge können die Projektentwickler Boening & Glatzel sowie die Architekten und Ingenieure von Heine Plan damit beginnen, das Rathauscenter umzuplanen und so Monheims Mitte im Zusammenspiel mit der zweiten großen Handelsdestination, dem "Monheimer Tor", rund um den Busbahnhof noch einmal neu und erstmals aus einem Guss zu gestalten.

 

So soll der Rathausplatz sowohl optisch als auch funktional zur ersten Einkaufsadresse in der Stadt aufgewertet und die Heinestraße erstmals sinnvoll in das Stadtzentrum eingebunden werden. Eine klare Kampfansage an die dortigen Leerstände der letzten Jahrzehnte. Unter anderem wird dafür zwischen Eierplatz und Centerbogen ein Durchgang geschaffen, so das hier künftig angesiedelte Gastronomieangebote und Geschäfte bereits vom Busbahnhof aus sichtbar werden. Neue moderne Schaufensterfronten und größere Ladenlokale mit zeitgemäßen Zuschnitten werden kommen. Monheims Zentrum wird weiter und offener gedacht als je zuvor. 

 

Die Innenstadt noch einmal neu denken

Bürgermeister Zimmermann zeigt sich demnach mehr als zuversichtlich, gemeinsam mit den nun gefundenen Partnern die Monheimer Einzelhandelslandschaft auf ein neues Niveau zu heben: "Mit beiden Büros haben wir ebenso kreative wie kompetente Mitstreiter gewonnen, die uns dabei helfen werden, die Monheimer Innenstadt noch einmal gänzlich neu zu denken. Die Verbindung des Busbahnhofs mit dem Eierplatz sowie die Beseitigung aller innenliegenden Flure im Rathauscenter bieten die Chance zur Ansiedlung neuer Geschäfte, die in der Innenstadt dringend gebraucht werden."

Christian Heine, Gründer der Hamburger Architektur- und Generalplanungsgesellschaft Heine, ist selbst in Monheim aufgewachsen und freut sich nun daher ganz besonders darauf, wieder in und für seine alte Heimat tätig werden zu können: "Monheim am Rhein hat durch die hier in den letzten Jahren etablierte Innovations- und Finanzkraft als eine der ganz wenigen Städte in Nordrhein-Westfalen überhaupt die Chance, das Stadtbild so aktiv und modern gestalten zu können - und diese Chance nimmt die Stadt unter Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger tatsächlich auf bewundernswerte Weise wahr. Ich bin absolut beeindruckt, was sich hier in den letzten Jahren getan hat. Wir sind sicher, dass wir mit der Neugestaltung von Monheims Mitte auch den Einzelhandel hier nochmal ein  entscheidendes Stück voranbringen können".


Matthias Böning, der auf der anderen Rhein-Seite in Dormagen wohnt und lange Jahre in leitender Funktion bei Hochtief und der mfi AG (heute Unibail-Rodamco-Westfield Germany) arbeitete, ergänzt: "Die Voraussetzungen für erfolgreichen Einzelhandel bietet Monheim am Rhein schon heute. Was aber bislang noch fehlt, ist die richtige Plattform für die Mieterinnen und Mieter. Damit meine ich Gebäude, die den Handel auch tatsächlich zeigen und Mieterinnen und Mietern solche Flächen bieten, die sie wirklich suchen, um ihre Kundschaft abholen zu können. Mit unserer 20-jährigen Erfahrung im Bereich Einzelhandelsimmobilien werden wir das gemeinsam mit Heine Plan, der Stadt und Monheims Bürgerschaft hinbekommen."

Bis 2022 soll alles fertig sein

Die nächsten Schritte gibt Bürgermeister Zimmermann gleich vor. Neben der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger über die im städtischen Mitmach-Portal gebündelten Beteiligungsmöglichkeiten stehen in den kommenden Wochen zunächst einmal vor allem Treffen mit den Bestandsmietern des Rathauscenters auf dem Programm. Spätestens nach den Sommerferien sollen Boening & Glatzel gemeinsam mit den Heine-Architekten dann drei Konzeptvarianten vorstellen, aus denen die Stadt schließlich die beste Lösung auswählt. Dabei werden Heinestraße, Rathauscenter und Monheimer Tor gemeinsam mit dem Rathausplatz und Eierplatz künftig ein als zusammengehörig wahrnehmbares Einkaufsquartier bilden.

 

Läuft alles nach Plan, können die Monheimerinnen und Monheimer dann ab dem 1. Quartal 2022 in einer top-modernen neuen Monheimer Mitte einkaufen sowie die zahlreichen Innen- und Außenangebote der heimischen Gastronomie im Zentrum genießen. 




Erstellt von tmü